Rund 3.700 Medikamente ohne Zuzahlung

Rund 3.700 Medikamente ohne Zuzahlung

(01.09.15) Für rund 3.700 Arzneimittel müssen gesetzlich Versicherte zurzeit keine Zuzahlung leisten. Der Beitrag zum rezeptpflichtigen Medikament kann entfallen, wenn der Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen. Die Liste enthält Generika ebenso wie patentgeschützte Wirkstoffe. ...->

Gefälschte Studien: BfArM veröffentlicht Rückruf-Liste

Gefälschte Studien: BfArM veröffentlicht Rückruf-Liste

(21.08.15) Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die endgültige Liste der Generika veröffentlicht, deren Zulassung die EU-Kommission wegen mangelhafter Bioäquivalenz-Studien vorläufig gestoppt hat. Auf dem deutschen Markt sind 54 Medikamente betroffen. Hintergrund der Maßnahme sind wiederholte Manipulationen von Bioäquivalenz-Studien der Firma GVK Bioscience, eines indischen Unternehmens für Auftragsforschung. ...->

Rekordumsatz im deutschen Apothekenmarkt

Rekordumsatz im deutschen Apothekenmarkt

Foto: Apothekerin mit Verordnung

(17.08.15) Die Umsätze im deutschen Apothekenmarkt haben im ersten Halbjahr 2015 erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro überschritten. Während der Bereich der kardiovaskulären Medikamente an Bedeutung verliert, hat sich das Geschäft mit Visrustatika verdreifacht, diese Zahlen ermittelte der Informationsdienstleister Insight Health. Als Ursache machen die Marktforscher den Erfolg der neuen Hepatitis-C-Therapien aus. ...->

Kabinett beschließt Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen

Kabinett beschließt Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen

(31.07.15) Die Bundesregierung sagt der Korruption im Gesundheitswesen den Kampf an. Die entsprechende Änderung des Strafgesetzbuches hat das Kabinett auf den Weg gebracht. Danach drohen Ärzten, Apothekern und anderen Gesundheitsberufen bis zur drei Jahre Haft, wenn sie sich bei ihren heilberuflichen Entscheidungen durch Zuweisungen beeinflussen lassen. ...->

Arzneimittelrabattverträge: AOKs läuten Runde 15 ein

Arzneimittelrabattverträge: AOKs läuten Runde 15 ein

AOK-Rabattverträge ohne Jahreszahl

(29.07.15) Die AOK Baden-Württemberg hat für die AOK-Gemeinschaft die Ausschreibung für die 15. Tranche der Arzneimittelrabattverträge auf den Weg gebracht. Die Auftragsbekanntmachung ist am Mittwoch (29. Juli 2015) im Supplement des EU-Amtsblattes veröffentlicht worden. Sie umfasst 117 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, aufgeteilt in 119 Fachlose. Von diesen sind 28 im Drei-Partner-Modell und 91 exklusiv ausgeschrieben. ...->

Erstes Kindermedikament durchläuft AMNOG-Verfahren

Erstes Kindermedikament durchläuft AMNOG-Verfahren

(20.07.15) Sechs Wochen vor Ablauf der gesetzlichen Frist zur freien Preisbildung gilt für das Kinderarzneimittel Hemangiol ein vereinbarter Erstattungsbetrag. Grundlage der Vereinbarung zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Hersteller Pierre Fabre Dermo-Kosmetik ist die frühe Nutzenbewertung nach dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG). ...->

GKV-Finanzergebnis: Kassen bleiben im Minus

GKV-Finanzergebnis: Kassen bleiben im Minus

Grafik: Ausgaben in verschiedenen GKV-Leistungsbereichen (Q1/2015)

(06.07.15) 170 Millionen Euro mehr Ausgaben als Einnahmen, so die Bilanz der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im ersten Quartal 2015: Den Ausgaben von 53,25 Milliarden Euro standen Einnahmen in Höhe von 53,08 Euro gegenüber, das teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit. Dabei sind die Leistungsausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 4,5 Prozent gestiegen. Die höchsten Pro-Kopf-Zuwächse verzeichneten die Kassen bei Schutzimpfungen, im Bereich Behandlungs- beziehungsweise Häuslicher Krankenpflege und beim Krankengeld. Die Finanzreserven der GKV schmelzen weiter. ...->

TU Berlin: Deutschland ist attraktiver Pharmastandort

TU Berlin: Deutschland ist attraktiver Pharmastandort

(24.06.15) Nirgendwo stehen neue Arzneimittel nach ihrer Zulassung so schnell, umfassend und öffentlich erstattet zur Verfügung, wie in Deutschland, so das Fazit einer Studie der TU-Berlin zu den Rahmenbedingungen für Arzneimittelhersteller und -Verbraucher. Im Vergleich mit 15 anderen europäischen Ländern sei Deutschland auch nach der Neuordnung des Arzneimittelmarktes ein attraktiver Pharmastandort, meint Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen. Nur das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte besser sein. ...->

G7-Strategie gegen Antiobiotika-Resistenzen

G7-Strategie gegen Antiobiotika-Resistenzen

Foto: Antibiotika-Wirkstoffe im Fläschchen

(12.06.15) Die großen Industriestaaten haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Elmau auf eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen verständigt. Sie folgen damit der World Health Organization (WHO) und auch dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO), das bereits seit zwölf Jahren auf mehr Zurückhaltung beim Einsatz dieser Medikamentengruppe drängt. ...->

Ab Ende Juni 2015 gilt europaweites Sicherheitslogo für Versandapotheken

Ab Ende Juni 2015 gilt europaweites Sicherheitslogo für Versandapotheken

Logo Versandapotheken

(11.06.15) Ab Ende Juni 2015 müssen Versandapotheken in Europa ein neues Sicherheitslogo auf ihre Internetseite stellen. Das hat die EU-Kommission in einer Durchführungsverordnung beschlossen, mit der neue technische Anforderungen zur Überprüfung der Echtheit von Online-Apotheken in den EU-Mitgliedstaaten etabliert werden. Alle Versandapotheken werden in ein nationales Register eingetragen. In Deutschland listet das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aller zugelassenen Online-Apotheken auf. ...->

Erste Gentherapie mit nicht quantifiziertem Zusatznutzen

Erste Gentherapie mit nicht quantifiziertem Zusatznutzen

(09.05.15) Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat zum ersten Mal eine Gentherapie im Verfahren der frühen Nutzenbewertung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Das Ausmaß des gesetzlich unterstellten Zusatznutzens von Glybera® sei nicht quantifizierbar. Die vom Hersteller vorgelegten wissenschaftlichen Daten ließen eine belastbare fachliche Aussage darüber nicht zu, so der GBA. ...->

Arzneimittelrabattverträge sichern Ausgabenstabilität

Arzneimittelrabattverträge sichern Ausgabenstabilität

(29.05.15) Am 1. Juni 2015 starten neue AOK-Arzneimittelrabattverträge für Generika. Insgesamt umfasst die Tranche XIV 109 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. Zu den umsatzstärksten Präparaten gehören neben den Antidepressiva Escitalopram und Sertralin, der Blutdrucksenker Bisoprolol, das Schmerzmittel Ibuprofen, Simvastatin gegen erhöhte Blutfettwerte sowie der Magensäurehemmer Omeprazol. Die Einsparungen durch direkte Arzneimittelrabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen mit einzelnen Pharmaunternehmen haben 2014 erstmals die Grenze von jährlich drei Milliarden Euro überschritten. ...->

2014 sind 45 neue Arzneistoffe auf den Markt gekommen

2014 sind 45 neue Arzneistoffe auf den Markt gekommen

Anzahl neu eingeführter Medikamente 2014

(15.05.15) Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 45 neue Arzneistoffe auf den Markt gebracht, so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig gab es noch nie so viele neue Arzneimittel, die so teuer waren. Darunter befindet sich auch das Arzneimittel Sovaldi mit dem neuen Wirkstoff Sofosbuvir, das zur Behandlung von Hepatitis C eingesetzt wird und zu Therapiekosten von bis zu 120.000 Euro führen kann. ...->

Steigende Ausgaben für Blutverdünner

Steigende Ausgaben für Blutverdünner

(06.05.15) Die gesetzlichen Krankenversicherungen geben immer mehr für Blutgerinnungshemmer aus. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Danach lagen die Ausgaben für Blutverdünner (Antikoagulantien) 2008 noch bei rund 68 Millionen Euro. Mit dem Markteintritt neuer Mittel wie Xarelto® oder Pradaxa erhöhten sich 2014 die GKV-Ausgaben auf knapp 675 Millionen Euro. ...->

Viele Deutsche vertrauen dem Gesundheitssystem

Viele Deutsche vertrauen dem Gesundheitssystem

(31.03.15) Die meisten Deutschen sind mit ihren Ärzten, Kliniken und Krankenkassen zufrieden. Das hat eine Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ergeben. Danach sehen mehr als die Hälfte der 1.062 Teilnehmer das deutsche Gesundheitssystem unter den Top drei weltweit. Die Hälfte der Deutschen vergibt für eine Behandlung in der Klinik die Noten eins oder zwei. Insgesamt 80 Prozent der Befragten sind mit den Leistungen ihrer Krankenkasse zufrieden. ...->

Mit System Medikationsfehler im Krankenhaus vermeiden

Mit System Medikationsfehler im Krankenhaus vermeiden

(24.03.15) Das Frankfurter Universitätsklinikum hat ein Programm erarbeitet, mit dem Fehler bei der Arzneimittelabgabe verhindert werden sollen. Hintergrund ist, dass rund 80 Prozent aller Behandlungsfehler in Krankenhäusern bei der Abgabe von Medikamenten passieren. Zu diesem Ergebnis kommen nationale und internationale Studien. ...->

"Pille danach" jetzt ohne Rezept erhältlich

"Pille danach" jetzt ohne Rezept erhältlich

(16.03.15) Die "Pille danach" gibt es jetzt ohne Rezept. Seit Sonntag (15. März) sind die Medikamente ohne Verschreibung durch einen Arzt in den Apotheken erhältlich. Die "Pille danach" ist ein Notfallmittel für Frauen, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen. Bei den rezeptfreien Präparaten handelt es sich um ellaOne mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (UPA) und PiDaNa mit dem Wirkstoff Levonorgestrel (LNG). ...->

Ohrlochstechen keine apothekenübliche Leistung

Ohrlochstechen keine apothekenübliche Leistung

(04.03.15) Das Stechen von Ohrlöchern zählt nicht zu den apothekentypischen Tätigkeiten. Das hat das Landgericht Wuppertal entschieden (Az.: 12 O 29/15). Damit wurde einer Apothekerin aus Solingen untersagt, ihren Kunden diesen Service anzubieten. Geklagt hatte die Wettbewerbszentrale im Auftrag der Apothekerkammer Nordrhein. ...->

HPV-Impfung ab neun Jahren

HPV-Impfung ab neun Jahren

Impfkalender Februar 2015 k

(18.02.15) Künftig können sich Mädchen ab dem Alter von neun Jahren gegen Humane Papillomviren (HPV) impfen lassen. Bisher wurde empfohlen, die Immunisierung zwischen dem zwölften und 17. Lebensjahr zu verabreichen. Bereits Ende 2014 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie beschlossen und ist damit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefolgt. Dieser Beschluss wurde jetzt im Bundesanzeiger veröffentlicht. ...->

Erstattungsbetrag für Sovaldi vereinbart

Erstattungsbetrag für Sovaldi vereinbart

(13.02.15) Der GKV-Spitzenverband konnte sich mit dem US-Pharmaunternehmen Gilead auf einen Erstattungsbetrag für das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi® (Wirkstoff Sofosbuvir) einigen. Das haben der GKV-Spitzenverband und der Pharmahersteller in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Die Verhandlungen dauerten über sieben Monate. ...->