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AOK Baden-Württemberg / DMP

 
 

Neue Regeln: Was sich zum 1. Juli 2008 beim DMP ändert

(30.06.08) Am 1. Juli 2008 gibt es bei den DMPs wichtige Änderungen. Die DMP-Dokumentation wird kürzer und leichter zu handhaben – aber es gibt einiges zu beachten, damit die Umstellung ohne Probleme abläuft. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Änderungen.

 
 

Neue Teilnahme- und Einwilligungserklärung

Ab dem 1. Juli 2008 gibt es neue Formulare für die Teilnahme- und Einwilligungserklärungen. Der Arzt muss künftig im unteren Teil der Erklärung die Diagnose durch seine Unterschrift bestätigen. Der Patient erhält wie bisher eine Information zum Datenschutz und zusätzliche Informationen zum Programm. Die alten Formulare sollten nach dem 1. Juli nicht mehr benutzt werden und werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert.

 
 

Neue Dokumentation

Ab 1. Juli 2008 gibt es für alle internistischen DMPs (Diabetes Typ 1 und 2, KHK, Asthma und COPD) eine neue Dokumentation – zeitgleich mit der verpflichtenden Einführung der elektronischen Erfassung und Übermittlung der Daten (eDMP) für die genannten Indikationen.

Die neue Dokumentation besteht aus einem allgemeinen Teil, der für alle internistischen DMPs gleich aussieht. Er enthält grundsätzliche Angaben wie den Namen und die Fallnummer des Patienten, allgemeine Befunddaten wie Größe, Gewicht oder Blutdruck und Angaben zur Behandlungsplanung. Nach dem allgemeinen Teil folgt für jede Erkrankung ein eigener Block. Er umfasst spezielle Befunddaten (z.B. HbA1c-Wert oder Fußstatus bei Diabetikern), besondere Ereignissen wie Hypoglykämien, Medikamente, empfohlene Schulungen und Zielvereinbarungen mit dem Patienten.

Insgesamt ist die neue Dokumentation kürzer und leichter zu handhaben als die alte. Bei Patienten, die an mehreren DMPs teilnehmen, kann der Arzt nun mehrere Indikationen in einer einzigen Eingabemaske dokumentieren. Nähere Informationen zur neuen Dokumentation finden Sie im Menüpunkt "Programme".

 
 

Software-Update

Die Software-Hersteller bieten ein Update für die Praxisverwaltungssoftware an, das den Ärzten den Zugang zu den neuen Dokumentationen ermöglicht. Dieses Update sollte rechtzeitig zum 1. Juli 2008 installiert werden. Für Dokumentationen, die das dritte Quartal 2008 betreffen, dürfen nur noch die neuen Dokumentationsformate verwendet werden. Alte Dokumentationen (sowohl elektronische als auch papiergebundene) sind – mit Ausnahme des DMP Brustkrebs – grundsätzlich nicht mehr gültig.

 
 

DMP-Genehmigung und neue Nummern

Ab dem 1. Juli 2008 müssen die Teilnahmeerklärungen sowie die Erst- und Folgedokumentationen der DMP-Teilnehmer mit der Lebenslangen Arztnummer (LANR) und der Betriebsstättennummer (BSNR) gekennzeichnet sein. Jeder am DMP teilnehmende Arzt muss an jeder Betriebsstätte über eine eigene DMP-Genehmigung verfügen. Die bisherigen DMP-Genehmigungen werden automatisch auf die zukünftige LANR übertragen. Sie gelten für den bisherigen Vertragsarztsitz. Mediziner, die eine Genehmigung für weitere Ärzte in ihrer Praxis oder für andere Praxisstandorte benötigen, sollten sich mit Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung in Verbindung setzen.

 
 

Arztwechsel

Wenn ein DMP-Teilnehmer den koordinierenden Arzt wechselt, muss künftig keine neue Teilnahme- und Einwilligungserklärung mehr ausgefüllt werden. Es reicht, dass der neue koordinierende Arzt eine Folgedokumentation erstellt. Die Datenstelle informiert die Krankenkasse über den Arztwechsel, diese wiederum informiert den bisherigen koordinierenden Arzt über den Wechsel des Patienten.

 
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