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Nachgehakt: Nutzt KTQ-Zertifizierung?
Wenn ab Januar 2010 alle Arztpraxen nach den Richtlinien des G-BA ein Qualitätsmanagement nachweisen müssen, können davon die Praxisinhaber wie auch deren Patienten profitieren, so die Geschäftsführerin der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ®) Gesine Dannenmaier. Denn ein gutes Qualitätsmanagement- System trägt dazu bei, Patienten noch besser zu versorgen und die Praxen gleichwohl zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen. Ziel des KTQ-Verfahrens ist es, ein internes Qualitätsmanagement mit Blick auf die Patienten einzurichten und kontinuierlich zu verbessern. "Das geht nur, wenn Praxisinhaber und Mitarbeiter an einem Strang ziehen."
Vor der Zertifizierung nach KTQ® steht die Bestandsaufnahme durch eine Selbstbewertung der Praxis. In der Fremdbewertung durch einen sog. KTQ-Visitor wird anschließend die Selbstbewertung nach sechs Kriterien überprüft: Patientenorientierung, Praxisführung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit in der Praxis, Informationswesen und Qualitätsmanagement. "Der Erfolg für die Umsetzung eines Qualitätsprogramms lässt sich messen: In schlankeren Arbeitsabläufen, durch effiziente Prozessgestaltung sowie in höherer Patientenzufriedenheit durch mehr Transparenz", so Dannenmaier. Wie das KTQ-Konzept erfolgreich in einer Praxis umgesetzt werden kann, hat das Wirbelsäulenzentrum Marburg gezeigt, das dafür beim 9. KTQ-Forum in Berlin mit dem KTQ-Award 2009 ausgezeichnet wurde. Die vier Chirurgen einer Praxisgemeinschaft standardisierten mit ihren Angestellten Arbeitsprozesse und Abläufe, hielten Vorgaben und Abläufe schriftlich fest und erreichten auf diese Weise eine höhere Transparenz. Arbeitsprozesse wurden auf einen Standard gebracht und für alle Mitarbeiter nachvollziehbar gemacht.
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