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Gute Versorgung für alle sichern
Noch ist nicht ganz klar, wohin die gesundheitspolitische Reise unter Schwarz-Gelb gehen wird. Wichtig aber ist für die AOK, dass auch die neue Bundesregierung – wie im Koalitionsvertrag festgehalten – an dem zentralen Ziel festhält, dass alle Menschen in Deutschland "unabhängig von Einkommen, Alter, sozialer Herkunft und gesundheitlichem Risiko" eine gute medizinische Versorgung erhalten sollen. Entsprechend setzt die AOK darauf, dass die solidarische Finanzierung fortgeführt wird und keine Kürzungen im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung vorgenommen werden.
Will man allen Versicherten ungeachtet ihres Einkommens eine hochwertige medizinische Versorgung garantieren, sind auch radikale Einschnitte beim morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich aus Sicht der AOK ausgeschlossen. Das Ausgleichsverfahren werde vom Bundesversicherungsamt (BVA) ohnehin weiterentwickelt, da dieses als "lernendes System" konzipiert worden sei. "Auch wenn die AOK in der Vergangenheit mit einigen Entscheidungen des BVA nicht einverstanden war, so gehen wir doch davon aus, dass das BVA der Bundesregierung hier praktikable Vorschläge machen kann, die nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führen werden", so der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Herbert Reichelt.
Wichtig ist für die AOK auch eine Stärkung des Wettbewerbs zugunsten besserer Behandlungsqualität. Zentral seien Selektivverträge mit der Pharmaindustrie und den Leistungserbringern. So habe die AOK beispielsweise über ihre Arzneimittelverträge wertvolle Sparpotenziale erschließen können. "Auch die neue Regierung ist hier gefordert, den Kassen noch mehr Handlungsspielraum für einen kostensenkenden Wettbewerb zu geben", so Reichelt.
Wie sich die Versorgung über Selektivverträge mit Leistungserbringern verbessern ließe, skizzierte Reichelt bereits auf der Veranstaltung "AOK im Dialog" Anfang November in Berlin: "Für die gesundheitspolitische Weiterentwicklung der GKV sind populationsbezogene Ansätze mit größerer Reichweite besonders wichtig, insbesondere Verträge der hausarztzentrierten Versorgung." Auf diese aufsetzend, will die AOK künftig verstärkt Facharztverträge abschließen. Dies gewährleiste den Patienten einen nahtlosen Übergang vom Haus- zum Facharzt. "Dann können sich Fachärzte auf ihre besonderen Kompetenzen konzentrieren", sagte Reichelt.
prodialog 11/09
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