Nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition sollen Menschen in Deutschland weiterhin unabhängig von ihrem Einkommen medizinisch gut versorgt werden. So steht es im Koalitionsvertrag. Aus Sicht der AOK heißt das, dass es bei der solidarischen Finanzierung des Gesundheitswesens bleibt und keine radikalen Einschnitte in den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich vorgenommen werden. Gleichzeitig erwartet die AOK von der Regierung mehr Handlungsspielraum für einen kostensenkenden Wettbewerb zwischen den Kassen.
Eine gute medizinische Versorgung unabhängig vom Einkommen, ein funktionierender Morbi-RSA und mehr Wettbewerb zugunsten besserer Behandlungsqualität – dafür setzt sich die AOK auch bei der neuen Regierung ein.
Ab Januar 2010 müssen all Arztpraxen ein Qualitätsmanagement nachweisen. Davon können sowohl Praxisinhaber als auch Patienten profitieren, meint die Geschäftsführerin der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ®) Gesine Dannenmaier.
Frage aus der Praxis: Was tun bei Influenza-assoziiertem bakteriellem Infekt?
Die antibiotische Therapie bei Influenza-assoziierter Pneumonie erfolgt unabhängig vom Erregernachweis mit Antibiotika, die eine gute Aktivität gegenüber Pneumokokken und Staphylokokken aufweisen. Das empfiehlt Prof. Dr. Tom Schaberg vom Zentrum für Pneumologie am Diakoniekrankenhaus Rotenburg.
Qualitätsindikatoren QISA: Aus der Theorie in die Praxis
Gemeinsam mit dem AQUA-Institut hat die AOK das bundesweit erste Qualitätsindikatoren-Set für Ärzte erarbeitet. In einem Modellprojekt in Baden-Württemberg wird diesem nun Leben eingehaucht.