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Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin

Um die Versorgung demenzkranker Menschen zu verbessern, haben sich die AOK und die forschenden Pharmaunternehmen Pfizer und Eisai zu einem bisher einmaligen gemeinsamen Projekt zusammengetan. Die "Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin" (IDA), die im Juni 2005 als Modellprojekt in Bayern startete, diente der Untersuchung von Diagnostik, Therapie und Versorgung bei Demenz. Nach Abschluss der Studienlaufzeit liegen nun die Auswertungsergebnisse vor.

 

Studie zur Demenzversorgung - Die Hauptergebnisse

 
Meist sind es die Familienangehörigen, die Demenzkranke pflegen. Wichtige Helfer finden sie in den Hausärzten, die Beratungs- und Unterstützungsangebote vermitteln können. Das zeigt die aktuelle Studie der Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA), deren Hauptergebnisse am 23. September 2009 in Nürnberg vorgestellt wurden.  
 
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Die IDA-Partner hatten es sich zum Ziel gesetzt, Versorgungskonzepte zu entwickeln, durch die die Patienten die Chance bekommen, möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu verbleiben und gleichzeitig auch die Lebensqualität der betreuenden Angehörigen zu verbessern.

Mehr als eine Million Demenzkranke

Gegenwärtig sind in Deutschland über eine Million Menschen an Demenz erkrankt. Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass es künftig immer mehr Betroffene geben wird. Die Krankheit bringt viele Probleme und Belastungen mit sich, die nicht nur von den Erkrankten, sondern auch von den Menschen im direkten Umfeld bewältigt werden müssen. Die IDA-Studie sollte maßgeblich dazu beitragen, die Lebensqualität von Demenzpatienten, die noch in häuslicher Umgebung wohnen, zu verbessern und ihnen einen möglichst langen Aufenthalt im gewohnten Umfeld zu ermöglichen. Gleichzeitig hat IDA den pflegenden Angehörigen Unterstützung angeboten.

"Unsere eigene Erfahrung und die zahlreichen Gespräche mit Betroffenen zeigen uns, dass gerade im Bereich der Diagnostik und Therapie, aber auch in der Versorgung allgemein dringend Verbesserungen nötig sind", bestätigt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. "Deswegen ist das Projekt IDA aus Sicht der Patienten und ihrer Angehörigen sehr zu begrüßen."

Hausärzte haben Schlüsselfunktion

Hausärzte spielen bei der Versorgung von Demenzpatienten eine zentrale Rolle und sind in vielen Fällen Ansprechpartner, wenn erste Krankheitssymptome sichtbar werden. Deswegen konnte IDA nur mit der Unterstützung engagierter Allgemeinmediziner, praktischer Ärzte und hausärztlich tätiger Internisten realisiert werden. Sie boten ihren bei der AOK versicherten Patienten, die unter leichten bis mittelschweren Demenzen leiden, eine Teilnahme am Projekt an.

 
 

Nicht-medikamentöse Therapieformen

In der Modellregion Mittelfranken wurde in drei Behandlungsgruppen untersucht, wie eine optimale Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen gewährleistet werden kann und welche Auswirkungen dies auf die Situation der Demenzkranken hat. Zwei dieser Gruppen unterschieden sich bezüglich der zusätzlichen, nicht-medikamentösen Unterstützungsangebote für die Betroffenen. Zeitgleich wurden die Daten aus einer dritten Gruppe ermittelt, die die übliche Versorgung von Demenzpatienten abbildete.

Alle Patienten konnten die nach dem aktuellen Stand des Wissens optimale medikamentöse Therapie erhalten. Im Rahmen der Studie wurde der betreuende Arzt in die Lage versetzt, zusätzlich zu seinen ärztlichen Leistungen und einer leitliniengerechten Therapie qualifizierte Beratungs- und Unterstützungsangebote für seine noch in häuslicher Umgebung lebenden Demenzpatienten und ihre Angehörigen zu vermitteln. Für die nicht-medikamentösen Versorgungs- und Unterstützungsangebote von Demenzpatienten und ihren Angehörigen fehlen bislang noch zuverlässige wissenschaftliche Erkenntnisse.

Projektdauer zwei Jahre

Die Betreuung der Patienten und Angehörigen wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren bis Februar 2009 wissenschaftlich begleitet und nachfolgend ausgewertet. Die medizinische Gesamtversorgung der Patienten im Rahmen von IDA stand dabei im Einklang mit den Empfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und den aktuellen Leitlinien der Universität Witten/Herdecke zur Diagnose und Therapie der Demenz. Die Projektpartner legten das Studienprotokoll außerdem der Ethikkommission der Bayerischen Landesärztekammer zur Bewertung vor.

(Quelle: Presseinformation IDA vom 02.05.05; nach Studienabschluss aktualisiert unter Berücksichtigung der Pressemitteilung IDA vom 23.09.09)

 

Mehr Informationen zu IDA:

 
IDA - das Wichtigste in Kürze

Demenzversorgung in Deutschland: Ausgangslage, Schlussfolgerungen und Ziele von IDA

Rahmendaten zum IDA-Projekt

Erste Basisauswertung, vorgestellt am 21. Juni 2007 auf dem "Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit"
 
 
 
Koalition für eine gute Versorgung

 

Wie lässt sich die Betreuung Demenzkranker verbessern? Antworten soll das von der AOK sowie den Pharmafirmen Pfizer und Eisai gemeinsam entwickelte Projekt "IDA" geben. (Artikel aus dem Magazin "Gesundheit und Gesellschaft" 05/05)

 
 
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