Vollstationäre Pflege

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für die pflegerische Versorgung, die medizinische Behandlungspflege sowie für die soziale Betreuung in einer vollstationären Pflegeeinrichtung.

Alle Bewohner der Pflegeeinrichtung zahlen zu dem Betrag, den die Pflegeversicherung in Höhe der jeweiligen Pflegegrade zur Verfügung stellt, noch einen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Die Höhe des Eigenanteils ist dabei unabhängig vom Pflegegrad in der Einrichtung immer gleich.   

> Zu den aktuellen Leistungen der Pflegeversicherung

Rahmenverträge und Empfehlungen

Inhalt und Abgrenzung der notwendigen Leistungen von den Zusatzleistungen legen die Vertragspartner auf Landesebene in Rahmenverträgen fest. Eine Konkretisierung der Inhalte der Rahmenverträge zur vollstationären Pflege findet sich in den Bundesrahmenempfehlungen vollstationäre Pflege (Stand: 25. November 1996).

Bundesrahmenempfehlung vollstationäre Pflege
Gemeinsame Empfehlung gemäß § 75 Abs. 5 SGB XI zum Inhalt der Rahmenverträge nach § 75 Abs. 1 SGB XI zur vollstationären Pflege, Stand: 25.11.96

Beschäftigung zusätzlicher Betreuungskräfte

Unabhängig von den Pflegesätzen für die vollstationäre Vergütung, zahlt die Pflegekasse einen gesonderten Vergütungszuschlag für eine zusätzliche Betreuung und Aktivierung aller Bewohner, die sie unabhängig vom Pflegegrad enthalten (§ 43b SGB XI).

Zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung können stationäre Einrichtungen (Pflegeheime, Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen) mit den Pflegekassen eine Vereinbarung über einen leistungsgerechten Vergütungszuschlag treffen (§ 85 Absatz 8 SGB XI). Diese zusätzlichen Leistungen können alle Heimbewohner und Pflegegäste in Anspruch nehmen. Aufgaben und Qualifikationen zusätzlicher Betreuungskräfte regelt die Richtlinie zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes). Danach sollen die zusätzlichen Helfer in Kooperation und Absprache mit den Pflegekräften die Betreuungs- und Lebensqualität von Heimbewohnern verbessern, indem sie ihnen mehr Zuwendung entgegenbringen, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglichen.

Wie das Bundesministerium für Gesundheit mitgeteilt hat, ist die Zahl der Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Jahr 2013 arbeiteten noch 28.000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeheimen. 2015 betrug die Anzahl bereits rund 49.000 und im Jahr 2017 ist die Zahl auf 60 .000 zusätzliche Betreuungskräfte angewachsen.

Betreuungskräfte-Richtlinien
Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifiktation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen vom 19.08.08 in der Fassung vom 23.11.16

Länderspezifische Regelungen

Weitere Informationen zu den Rahmenverträgen der Länder (§ 75 Abs. 1 SGB XI) finden sich auf den Seiten der jeweiligen AOK.