Teilstationäre Pflege

Wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang möglich ist, können Pflegebedürftige zeitlich unbegrenzt auch teilstationäre Pflege in Anspruch nehmen (§ 41 SGB XI).

Die Pflegekasse trägt die Kosten für die Tages- oder Nachtpflege nur in solchen Einrichtungen, mit denen sie einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat (zugelassene Pflegeeinrichtungen). Die Höchstsätze für die teilstationäre Pflege entsprechen denen der Sachleistungen in der ambulanten Pflege. Ab 1. Januar 2012 gelten folgende Höchstbeträge

Pflegestufe I: 450 Euro
Pflegestufe II: 1.100 Euro
Pflegestufe III: 1.550 Euro.

Werden die Leistungen der teilstationären Pflege mit den Geldleistungen und/oder Sachleistungen der ambulanten Pflege kombiniert, kann sich der Gesamtleistungsanspruch auf 150 Prozent erhöhen.

Für die Beschäftigung von zusätzlichem Betreuungspersonal für die Betreuung und Aktivierung von pflegebedürftigen Heimbewohner mit erheblichem allgemeinen Betreuungsaufwand erhält die Pflegeeinrichtung einen Vergütungszuschlag (§ 87b SGB XI).

Mit dem Ziel, eine wirksame und wirtschaftliche pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, vereinbaren die Vertragspartner auf Landesebene Rahmenverträge für die teilstationäre Pflege.

Weitere Informationen zu den Rahmenverträgen der Länder gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI sind auf den Seiten der jeweiligen AOK zu finden.

Bundesweite Empfehlungen

Einzelheiten zur Verfahrensweise bei den Rahmenverträgen haben die Vertragspartner auf Bundesebene in der gemeinsamen Empfehlung zum Inhalt der Rahmenverträge formuliert.

Bundesrahmenempfehlung teilstationäre Pflege
Gemeinsame Empfehlung gemäß § 75 Abs. 6 SGB XI zum Inhalt der Rahmenverträge nach § 75 Abs 1 SGB XI zur teilstationären Pflege (Tages- und Nachtpflege), Stand: 25.11.96