Teilstationäre Pflege

Wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang möglich ist, können Pflegebedürftige zeitlich unbegrenzt auch teilstationäre Pflege in Anspruch nehmen (§ 41 SGB XI).

Die Pflegekasse trägt die Kosten für die Tages- oder Nachtpflege nur in solchen Einrichtungen, mit denen sie einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat (zugelassene Pflegeeinrichtungen). Die Höchstsätze für die teilstationäre Pflege entsprechen denen der Sachleistungen in der ambulanten Pflege. Ab 1. Januar 2015 gelten folgende Höchstbeträge:

Pflegestufe I: 468 Euro
Pflegestufe II: 1.144 Euro
Pflegestufe III: 1.612 Euro

Die Leistungen der teilstationären Pflege können mit den Geldleistungen und/oder Sachleistungen der ambulanten Pflege kombiniert werden. Eine Anrechnung auf die kombinierten Leistungen erfolgt nicht.

Für die Beschäftigung von zusätzlichem Personal für die Betreuung und Aktivierung von pflegebedürftigen Heimbewohnern und von Versicherten, deren Hilfebedarf nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, erhält die Pflegeeinrichtung einen Vergütungszuschlag (§ 87b SGB XI).

Mit dem Ziel, eine wirksame und wirtschaftliche pflegerische Versorgung der Pflegebedürftigen sicherzustellen, vereinbaren die Vertragspartner auf Landesebene Rahmenverträge für die teilstationäre Pflege. Weitere Informationen zu den Rahmenverträgen der Länder gemäß § 75 Abs. 1 SGB XI sind auf den Seiten der jeweiligen AOK zu finden.

Bundesweite Empfehlungen

Einzelheiten zur Verfahrensweise bei den Rahmenverträgen haben die Vertragspartner auf Bundesebene in der gemeinsamen Empfehlung zum Inhalt der Rahmenverträge formuliert.

Bundesrahmenempfehlung teilstationäre Pflege
Gemeinsame Empfehlung gemäß § 75 Abs. 6 SGB XI zum Inhalt der Rahmenverträge nach § 75 Abs 1 SGB XI zur teilstationären Pflege (Tages- und Nachtpflege), Stand: 25.11.96