Pflegenoten

Seit 2009 prüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) alle Pflegeheime und Pflegedienste in Deutschland. Er wird seit 2011 vom Prüfdienst des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. unterstützt, der zehn Prozent der anfallenden Prüfungen übernimmt. Eine Prüfung erfolgt im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen. Die Prüfer kommen in stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen grundsätzlich unangemeldet. Bewertet wird die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Einrichtungen nach einem einheitlichen Muster (Qualitätsprüfungsrichtlinien). Die Ergebnisse der Prüfungen in Form von Pflegenoten werden im Internet veröffentlicht. Dafür sind die Landesverbände der Pflegekassen zuständig.

Daten Clearing Stelle sorgt für einheitliche Umsetzung

Für die bundesweit einheitliche Umsetzung des Verfahrens sorgt die von Pflegekassenverbänden eingerichtete Daten Clearing Stelle (DCS). Sie stimmt die Ergebnisberichte, die sogenannten Transparenzberichte mit den Landesverbänden der Pflegekassen, dem PKV-Prüfdienst und den Pflegeeinrichtungen ab und übermittelte diese an entsprechende Plattformen zur Veröffentlichung. Die Kriterien der Veröffentlichung legen die Vertragspartner auf Bundesebene in Pflege-Transparenzvereinbarungen fest.  

Bundesweite Durchschnittsnoten

Die bundesweite durchschnittliche Gesamtnote für ambulante Dienste liegt bei 1,2 und für stationäre Einrichtungen bei 1,2. Das geht aus einer aktuellen Pflegenotenstatistik hervor, die die Pflegekassen im Februar 2016 veröffentlicht haben. Die Ergebnisse aus den Kunden- beziehungsweise Bewohnerbefragungen fließen nicht in die Gesamtnote mit ein. Die Durchschnittsnoten basieren auf den Ergebnissen der Qualitätsprüfungen, die der Medizinische Dienst der Krankenversicherung und der Prüfdienst der privaten Krankenversicherung in deutschen Pflegediensten und -heimen vornehmen.

Bundesweit erhielten die geprüften ambulanten Pflegedienste für pflegerische Leistungen die Note 1,5 für ärztlich verordnete pflegerische Leistungen 1,5 und für Dienstleistung und Organisation 1,1.

Bei den stationären Einrichtungen gab es für Pflege und medizinische Versorgung bundesweit die Durchschnittsnote 1,5, für Umgang mit demenzkranken Bewohnern die Note 1,1, für soziale Betreuung und Alltagsgestaltung die Note 1,1 und für den Komplex Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene die Note 1,1.

Die befragten pflegebedürftigen Menschen benoteten ihren ambulanten Pflegedienst im Durchschnitt mit 1,0. Die Bewohner von Pflegeheimen gaben den Einrichtungen, in den sie betreut werden, ebenfalls die Note 1,1.

Durchschnittsnoten - Grafik - Februar 2016

 

Newsletter der DCS-Pflege - Februar 2016
Stand: 01.02.2016

zurück zu Qualitätsprüfung