Westerfellhaus wird Pflegebevollmächtigter

Westerfellhaus

(22.03.18) Das Bundeskabinett ist am Mittwoch dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefolgt und hat Andreas Westerfellhaus zum neuen Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege bestellt.  Er wird seine Tätigkeit voraussichtlich Mitte April 2018 aufnehmen. Bereits in der vergangenen Woche (15. März) hatte Spahn auf dem Deutschen Pflegetag diese Personalie bekannt gegeben.

Bereits 2000 wurde Andreas Westerfellhaus Mitglied des Deutschen Pflegerates. Von 2001 bis 2008 war er Vize-Präsident, seit 2009 bekleidet er das Amt des Präsidenten. In seiner Amtszeit setze er sich insbesondere für die Professionalisierung der Pflege ein. Da die Satzung des Pflegerates nur zwei Amtsperioden erlaubt, konnte er 2017 nicht wieder zur Wahl antreten. Zu seinem Nachfolger wurde im September Franz Wagner gewählt.

Einer der aus der Pflege kommt

Andreas Westerfellhaus stammt aus Nordrhein-Westfalen. Er hat den Pflegeberuf von Grund auf erlernt. In den 1970-er Jahren absolvierte er die Ausbildung als Krankenpfleger. Er arbeitete zunächst auf einer Intensivstation, durchlief die Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie und übernahm die Leitung der Abteilung.

In den 1980-er Jahren studierte er Pädagogik für Gesundheitsberufe und wurde dann Lehrer in der Krankenpflegeausbildung. Er gründete und leitete eine Weiterbildungsstätte für Intensivpflege und Anästhesie. Dann wurde er Schulleiter der Krankenpflegeschule der Westfälischen Kliniken in Gütersloh. Bei seinem weiteren beruflichen Werdegang ergänzte er seinen Einsatz in der Ausbildung mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen durch ein berufsbegleitendes Studium.

Reform der Pflegeausbildung ist ein Schwerpunkt

Sein Engagement galt und gilt insbesondere der Errichtung von Pflegekammern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reform der Pflegeausbildung. Westerfellhaus hat engagiert die generalistische Ausbildung mit Zusammenführung der drei Pflegeberufe (Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege) befürwortet.

Erstmals hatte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) im Januar 2014 mit Karl-Josef Laumann einen Pflegebevollmächtigten berufen. Der CDU-Sozialpolitiker Laumann war zugleich Patientenbeauftragter. Nach seinem Wechsel an die Spitze des NRW-Ministeriums für Arbeit und Gesundheit im Mai 2017 übernahm dann die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach das Amt. Wie es aussieht, trennt Jens Spahn jetzt die Aufgabenbereiche wieder.

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