Fachbericht zur Stärkung der Arbeit der Pflegekräfte veröffentlicht

(29.12.17) Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am 22. Dezember 2017 den Fachbericht zur "Strukturierung und Beschreibung pflegerischer Aufgaben auf der Grundlage des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs" veröffentlicht. Der im Auftrag des BMG erstellte Fachbericht soll Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und als Orientierung dienen, die Pflege an den neuen Begutachtungsgrundsätzen auszurichten.

Der Bericht beschreibt die pflegerischen Aufgaben mit Blick auf den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und erläutert, wie die Selbständigkeit von pflegebedürftigen Menschen noch besser als bisher gestärkt und die Pflege auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Familien ausgerichtet werden kann. Autoren des Berichts sind Dr. Klaus Wingenfeld von der Universität Bielefeld und Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück.

Der Beirat zur Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs beim Bundesministerium für Gesundheit bezeichnet den Bericht als eine geeignete fachliche Grundlage für ein gemeinsames Verständnis von Pflege und empfiehlt, den Bericht für die Anpassung und Weiterentwicklung von fachlichen Konzepten und Vereinbarungen zu nutzen.

Der Bericht behandelt sowohl die Aufgaben, die Pflegekräfte in ihrer täglichen Arbeit erfüllen müssen, als auch die Art und Weise, wie die Arbeit von ambulanten Diensten und stationären Pflegeeinrichtungen organisiert und dokumentiert wird. Die Umsetzung der Orientierungshilfen aus dem Bericht wird aus Sicht des BMG umso besser gelingen, als die Anregungen und Empfehlungen auch von den anderen Akteuren der Pflege berücksichtigt werden. Als Themen benennt das BMG insbesondere die Personalausstattung, das interne Qualitätsmanagement und die Qualitätsprüfung der Pflegeeinrichtungen. Auch den Verhandlern von Rahmenverträgen, Versorgungsverträgen und Vergütungsvereinbarungen steht der Fachbericht zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 22. Dezember 2017

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