Symptomkontrolle bei Palliativpatienten bald Kassenleistung

(20.04.17) Künftig können Ärzte die Symptomkontrolle bei Palliativpatienten im Rahmen der häuslichen Krankenpflege (HKP) verordnen. Damit soll die pflegerische Versorgung von sterbenden Menschen in ihrer häuslichen Umgebung verbessert werden. Dafür hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Regelungen für die HKP angepasst und somit eine Vorgabe aus dem Hospiz- und Palliativgesetz umgesetzt.

Bei der Symptomkontrolle sollen Krankheitszeichen und mögliche Begleiterscheinungen möglichst schnell erkannt, erfasst und behandelt werden. Insbesondere bei Schmerzsymptomatik, Übelkeit, Erbrechen, pulmonalen oder kardialen Symptomen und Obstipation sowie beim Kontrollieren und Behandeln von exulzerierenden Wunden soll die besondere Untersuchung ausgeführt werden.

Der jetzt gefasste GBA-Beschluss sieht auch eine eindeutige Abgrenzung zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) vor. Erhält ein Patient bereits Leistungen der SAPV (Vollversorgung oder Teilversorgung) kann die "Symptomkontrolle bei Palliativpatienten" im Rahmen der HKP nicht verordnet werden.

Darüber hinaus hat der GBA bei der "Medikamentengabe" im Rahmen der HKP eine Klarstellung beschlossen. Diese beinhaltet, dass das Richten und die Verabreichung von Medikamenten zwei unterschiedliche Leistungsinhalte sind.

Die Beschlüsse treten nach Nichtbeanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

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