Allgemeine und spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Im Rahmen der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung kümmern sich in erster Linie niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie ambulante Pflegedienste, die über eine palliativmedizinische Basisqualifikation verfügen, um schwerstkranke und sterbende Menschen. 

Patienten, die einer besonders aufwendigen Behandlung und Betreuung bedürfen, können darüber hinaus die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV (§ 37b SGB V) beanspruchen. Bei der SAPV arbeiten Ärzte und Pflegedienste in einem Palliative Care Team (PCT) zusammen. Ziel ist es, Schmerztherapie und Symptomkontrolle besser zu koordinieren. Die Leistungen der SAPV müssen Vertragsärzte oder Krankenhausärzte verordnen.

Muster 63 - Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung

Erläuterungen zu Muster 63
Stand: Januar 2016

Einzelheiten zu Anspruchsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Leistungen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in der Richtlinie zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung geregelt. Grundsätzlich gilt: Einen Anspruch auf SAPV haben Menschen, die an einer nicht heilbaren, lebensverkürzenden, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Krankheit leiden und die eine besonders aufwendige Versorgung benötigen.

Bundesweite Empfehlungen

Die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung enthalten bundesweit einheitliche Anforderungen an die Leistungserbringer und Vorgaben für die Qualitätssicherung in der SAPV. Die Krankenkassen können auf dieser Basis mit spezialisierten Leistungserbringern Verträge zur Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen schließen.

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung
nach § 132 d Abs. 2 SGB V, Stand: 05.11.12

Bundeseinheitliches Positionsnummernverzeichnis für Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung
Stand: 23.06.14

Bundesweite Empfehlungen für Kinder und Jugendliche

Um besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, haben der GKV-Spitzenverband, die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV)  die Empfehlungen zur Ausgestaltung der Versorgungskonzeption der SAPV von Kindern und Jugendlichen formuliert. Ziel ist es, die von einer schweren Krankheit betroffenen Kinder und Jugendlichen bis zum Lebensende bestmöglich zu Hause zu versorgen. Die Behandlung und Begleitung übernehmen spezielle Teams aus Kinder- beziehungsweise Fachärzten sowie Kinderkrankenschwestern oder -pflegern.

Empfehlungen zur Ausgestaltung der Versorgungskonzeption der SAPV von Kindern und Jugendlichen
Stand: 12.06.13

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