Allgemeine und spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Allgemeine ambulante Palliativversorgung

Mit dem Ziel, eine adäquate ambulante Versorgung in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen, kümmern sich im Rahmen der allgemeinen ambulanten Palliativregelversorgung in erster Linie niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie ambulante Pflegedienste um schwerstkranke und sterbende Menschen. Zur weiteren Förderung der ambulanten palliativ-medizinischen Versorgung wurden bereits zum 1. Oktober 2013 zusätzliche Abrechnungspositionen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für Vertragsärzte geschaffen. Darüber hinaus erfolgte im Jahr 2015 durch das Hospiz- und Palliativgesetz eine weitere Stärkung dieser besonderen Versorgung.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Patienten, die einer besonders aufwendigen Behandlung und Betreuung bedürfen, können darüber hinaus die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV (§ 37b SGB V), beanspruchen. Bei der SAPV arbeiten Ärzte und Pflegedienste in einem Palliative Care Team (PCT) zusammen. Ziel ist es, Schmerztherapie und Symptomkontrolle besser zu koordinieren. Die Leistungen der SAPV müssen Vertragsärzte oder Krankenhausärzte verordnen.

Muster 63 - Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung

Erläuterungen zu Muster 63
Stand: Januar 2016

Einzelheiten zu Anspruchsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Leistungen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in der Richtlinie zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung geregelt. Grundsätzlich gilt: Einen Anspruch auf SAPV haben Menschen, die an einer nicht heilbaren, lebensverkürzenden, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Krankheit leiden und die eine besonders aufwendige Versorgung benötigen.

Der GBA informiert das Bundesministerium für Gesundheit jährlich über die Entwicklung der SAPV-Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bericht an das Bundesministerium für Gesundheit über die Umsetzung der SAPV-Richtlinie für das Jahr 2015

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