Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte sind wohnortnahe Beratungsstellen mit einem umfassenden und neutralen Betreuungsangebot rund um die Pflege. Es richtet sich an Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sowie an Menschen, bei denen sich ein Pflegebedarf abzeichnet.

Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass Hilfesuchende im Pflegestützpunkt (PSP) bei der Auswahl und Inanspruchnahme jedweder Form von Sozialleistung oder anderer Arten von Unterstützung kompetent und individuell beraten werden. Darüber hinaus sollen die Berater die einzelnen Hilfsangebote auf lokaler Ebene vermitteln und koordinieren. Pflegestützpunkte sollen damit sicherstellen, dass unterschiedliche Leistungen wie ärztliche Behandlung, Behandlungspflege, medizinische Rehabilitation, Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung im Einzelfall nahtlos ineinandergreifen können. Bei Bedarf erfolgt die Beratung telefonisch oder per Hausbesuch.

Neben den Pflegeberatern können im Pflegestützpunkt auch die Kommunen (Hilfe zur Pflege), verschiedene Leistungserbringer oder auch Selbsthilfegruppen vertreten sein. Das Care-Management fällt dabei schwerpunktmäßig in den Aufgabenbereich der Kommune. Das Case-Management wird mit der Pflegeberatung der Kranken- und Pflegekassen abgesichert. 

Bisher waren Pflegestützpunkte auf Weisung der obersten Landesbehörden eingerichtet worden. Das Dritte Pflegestärkungsgesetz sieht indes vor, dass die Gründungsinitiative künftig (zeitlich befristetet) auch von den Kommunen ausgehen kann. Derzeit gibt es bundesweit knapp 500 Pflegestützpunkte. 
 

Übersicht der Pflegestützpunkte in Deutschland
Stand: November 2016