Zentrales Implantateregister geplant

(23.07.18) Die Bundesregierung hält an den Planungen für ein zentrales Implantateregister fest. Ein erster Entwurf für ein entsprechendes Gesetz soll in der zweiten Jahreshälfte vorgelegt werden, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/2784) der FDP-Fraktion. Ziel des Registers ist es, die Sicherheit und Qualität von Implantaten sowie der medizinischen Versorgung mit diesem zu verbessern. Dazu würden insbesondere durch Erfassung von Implantationen und Revisionsoperationen die sogenannten Standzeiten der Implantate ermittelt und bewertet.

Die Daten sollen zentral beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) gesammelt werden. Geliefert werden diese von Krankenhäusern, Vertragsärzten, Krankenversicherungen und Herstellern. Zunächst soll das Register mit wenigen Produkten dem Vernehmen nach Hüft- und Knie-Totalendoprothesen sowie Brustimplantaten starten und dann ausgebaut werden.

Den Aufbau eines Implantateregisters hatte bereits die vorige Regierung vereinbart, er wurde bis zur Bundestagswahl 2017 aber nicht mehr umgesetzt.

Weitere Information: