Sicherstellungszuschläge: Geburtshilfe wird Basisleistung

(27.04.18) Krankenhäuser können künftig Sicherstellungszuschläge für die Fachabteilungen Geburtshilfe, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie für die Kinder- und Jugendmedizin vereinbaren. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) beschlossen. Demnach zählt die Geburtshilfe nun im Sinne der Regelung zur Sicherstellung der Versorgung zu den relevanten Basisleistungen eines Krankenhauses. Allerdings müssen die Kliniken bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, um den Zuschlag zu erhalten.

GBA fordert Einhaltung der Plan-QIs

Bisher war die Vereinbarung von Sicherstellungszuschlägen nur für die Innere Medizin und chirurgische Abteilungen möglich. Der Zuschlag soll in strukturschwachen Regionen die Defizite ausgleichen, die dem Krankenhaus durch den geringen Versorgungsbedarf entstehen. Im Sinne einer flächendeckenden Versorgung wird die Geburtshilfe als gefährdet betrachtet, wenn Patienten durch die Schließung des jeweiligen Krankenhauses Fahrtzeiten von mehr als 40 Minuten zur nächstgelegenen Klinik in Kauf nehmen müssen. Voraussetzung für die Gewährung des Zuschlags ist außerdem die Einhaltung der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren, die der GBA für die geburtshilflichen Stationen festgelegt hat. Die neuen Regelungen gelten ab Jahresbeginn 2019.

Zur Mitteilung des GBA