Mehr Menschen wegen Depression in Kliniken behandelt

(14.03.18) Die Zahl der Menschen in Deutschland, die wegen einer Depression in Krankenhäusern behandelt wurden, ist innerhalb von fünf Jahren um sieben Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt berichtete, wurden im Jahr 2016 mehr als 263.000 Menschen vollstationär aufgenommen. Im Jahr 2011 waren es noch knapp 246.000 Patienten.

Nach Angaben vom Destatis war der Anstieg bei den behandelten Kindern und Jugendlichen besonders auffällig. Im Jahr 2016 waren 15.446 Patienten bis zu 18 Jahren wegen Depressionen vollstationär in Krankenhäusern. Das entspricht einem Anteil von sechs Prozent an allen Patienten. Im Jahr 2011 waren nur drei Prozent der Patienten Kinder und Jugendliche.

Die Gründe für den generellen Anstieg seien vielschichtig, schreiben die Wissenschaftler. So könne etwa die gestiegene Lebenserwartung und die Anfälligkeit Älterer zu höheren Zahlen geführt haben. Zudem habe möglicherweise eine bessere Diagnostik und Sensibilität gegenüber psychischen Erkrankungen zu der Entwicklung beigetragen.

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