Krankenhausplanung: Mehr Betten für Hamburg

(09.01.18) Hamburg erhöht die Zahl der Krankenhausbetten im Land. In der jetzt veröffentlichten Zwischenfortschreibung des Hamburger Krankenhausplanes sind 377 zusätzliche Betten vorgesehen. Hinzu kommen 40 teilstationäre Behandlungsplätze, von denen die Hälfte auf den Bereich der Psychosomatik entfällt. Das teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde mit. Bisher standen in den geförderten Plankrankenhäusern des Stadtstaates 12.132 Betten und in den Tageskliniken 1.229 teilstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung. Mit der nun erfolgten Fortschreibung sind die vollstationären Kapazitäten zum Jahreswechsel auf 12.509 Krankenhausbetten und 1.269 teilstationäre Behandlungsplätze gestiegen. Ursprünglich war die Aufstockung erst für das Jahr 2020 vorgesehen.

Erstmals 32 Zentren für besondere Aufgaben ausgewiesen

Eine Neuerung besteht in der erstmaligen Benennung von Zentren für besondere Aufgaben in 21 Versorgungsbereichen. An 32 Standorten schafft das Land somit die Voraussetzungen dafür, dass die jeweiligen Häuser mit den Krankenkassen über Zuschläge für spezielle Leistungen und besondere Koordinierungsaufgaben verhandeln können. Außerdem werden im Krankenhausplan innerhalb der Fachgebiete "Innere Medizin" und "Chirurgie und Orthopädie" erstmals Teilgebiete wie Gastroenterologie, Rheumatologie oder Kardiologie ausgewiesen.

Neue Qualitätsvorgaben für chirurgische Kliniken

Anschließend hat die Gesundheitsbehörde zusätzliche Qualitätsanforderungen für die Krankenhäuser definiert, die der Hamburger Senat am 21. Februar beschlossen hat. Ab Juli 2018 müssen demnach alle Kliniken der Herz, Thorax- oder Gefäßchirurgie konkrete Vorgaben für die personelle Ausstattung und die Qualifikation der Mitarbeiter erfüllen. Auch die Ausstattung mit bestimmten medizinischen Geräten ist künftig Voraussetzung für die Durchführung der Operationen. Zudem müssen jederzeit bis zu acht weitere Fachdisziplinen zur Behandlung hingezogen werden können. Für die Neurochirurgie gelten entsprechende Anforderungen bereits seit Jahresbeginn.

Hamburg hatte im Sommer 2017 angekündigt, die Planungsrelevanten Qualitätsindikatoren des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) für die eigene Krankenhausplanung vollständig zu übernehmen.

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