DRG und PEPP 2018: Zusatzentgelt für Patienten mit Pflegegrad und neue PEPPs für die Behandlung zuhause

(24.10.17) Der neue DRG-Katalog berücksichtigt erstmals den Mehraufwand für die Pflege von Patienten mit einem Pflegegrad. Dafür hat das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) zwei Zusatzentgelte eingeführt. Die Zahlung ist nicht an bestimmte Leistungen geknüpft, sondern an den Pflegegrad (mindestens drei) und die Verweildauer des Patienten (mindestens fünf Tage). Darüber hinaus wurden die Modalitäten der Mitaufnahme von Begleitpersonen bei erkrankten Neugeborenen geklärt. Für die Abrechnung psychiatrischer und psychosomatischer Leistungen ist der PEPP-Katalog um zwei Pauschalen ergänzt worden. Sie bilden die 2017 eingeführte „stationsäquivalente psychiatrische Behandlung“ von Erwachsenen sowie von Jugendlichen und Kindern ab. Die Vergütung wird 2018 erstmals vereinbart. Darüber hinaus gibt es neue Regelungen bei der Fallzusammenfassung und für Patienten, die über den Jahreswechsel hinaus in der Klinik behandelt werden.

Der DRG-Katalog bildet seit 2004 die Abrechnungsgrundlage für Behandlungen im Krankenhaus. Das bisher optionale PEPP-System wird ab 2018 für die entsprechenden Einrichtungen verbindlich, bis Ende 2019 allerdings wie bisher unter budgetneutralen Bedingungen für die einzelnen Häuser. Mit den neuen Katalogen und Abrechnungsbestimmungen hat das InEK auch die Definitionshandbücher für DRG und PEPP und die jeweiligen Kodierrichtlinien für DRG und PEPP aktualisiert.