Ministerium plant bundesweite Medizindatenbank

(09.07.17) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will eine deutschlandweite Medizindatenbank aufbauen. Ziel ist es, eine bessere Gesundheitsforschung und Patientenversorgung zu ermöglichen. Dafür sollen die wachsenden Datenschätze - von Röntgenbildern bis hin zu Erbgut-Analysen - in einer nationalen Infrastruktur verknüpft werden. Das hat das Ministerium jetzt mitgeteilt.

"Unsere Vision ist, dass jeder Arzt, egal ob in Kliniken, Haus- oder Facharztpraxen, alle verfügbaren Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse auf Knopfdruck abrufen und in seine Therapieentscheidungen einbeziehen kann. Dadurch wird der Patienten zukünftig noch besser beraten und therapiert", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Laut Ministerium werden vier Konsortien, bestehend aus 17 Universitätskliniken und rund 40 weiteren Partnern, ab Januar 2018 "Datenintegrationszentren" aufbauen. Datenschutz habe dabei höchste Priorität und sei Voraussetzung für die Förderung. Das BMBF finanziert das Projekt mit mehr als 150 Millionen Euro.