Perinatalzentren: Abweichungen von Personalvorgaben sind meldepflichtig

Für die Versorgung von Frühchen müssen Perinatalzentren bestimmte Personalanforderungen auf ihren Intensivstationen erfüllen. Können sie das nicht, müssen sie den GBA unter Angabe der konkreten Gründe unverzüglich darüber informieren. Das hat der GBA im Februar 2017 mit seinem Beschluss zur Änderung der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene (QFR-RL) festgelegt.

Durch die Meldepflicht sollen Lücken in der pflegerischen Versorgung transparent werden. Krankenkassen und Krankenhäuser sollen dann unter Einbeziehung der Länder konkrete Maßnahmen treffen, damit die Frühchen-Stationen die Personalvorgaben schnellstmöglich erfüllen können. Weitere Einzelheiten will der GBA bis zum 31. Mai 2017 beschließen.

In seinem Beschluss vom 15. Dezember 2016 hatte der GBA festgelegt, dass Perinatalzentren bis zum 31. Dezember 2019 von den Personalvorgaben abweichen dürfen, sofern sie Schritte vereinbaren, um die Anforderungen zu erfüllen. Der Beschluss ist am 2. März 2017 in Kraft getreten.

Weitere Informationen zu den Personalvorgaben für Frühchen-Stationen und zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen (Mindestmengen)

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