OPS und ICD-10-GM: Vorschlagsverfahren für Version 2018 eröffnet

(05.12.16) Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) nimmt ab sofort Änderungsvorschläge für die Versionen 2018 des ICD-10-GM und OPS entgegen. Einsendeschluss für Änderungsvorschläge ist der 28. Februar 2017. Nur Vorschläge, die rechtzeitig beim DIMDI eingegangen sind, gelangen in das Abstimmungsverfahren für die ab 2018 gültigen Versionen von ICD-10-GM und OPS.

Vorschläge für den ICD und OPS benötigen jeweils ein eigenes Formular, die auf den Seiten des DIMDI zur Verfügung stehen. Dort informiert das DIMDI außerdem ausführlich über das Vorschlagsverfahren und die darauf folgenden Schritte.

Für Vorschläge zum OPS gilt: Sie sollten die "Gesichtspunkte für zukünftige Revisionen des OPS" berücksichtigen, die vom Kuratorium für Fragen der Klassifikationen im Gesundheitswesen (KKG) erarbeitet wurden. Zugleich ist vor der Einreichung eine Abstimmung mit den relevanten medizinischen Fachgesellschaften notwendig.

Hintergrund:

Sowohl der ICD-10-GM (Internationale Klassifikationen der Krankheiten) als auch der OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel) dienen im Klinik- und Praxisalltag der Dokumentation und Verschlüsselung von Krankheiten und medizinischen Eingriffen. Gleichzeitig bilden sie die Grundlage für die sogenannten Fallpauschalen für Krankenhausbehandlungen (G-DRG für allgemeine und PEPP für psychiatrische/psychosomatische Krankenhäuser). ICD und OPS werden in einem jährlichen Revisionsverfahren bearbeitet und angepasst. Dabei berücksichtigt das Verfahren die Abhängigkeiten zwischen den Klassifikationen und Entgeltsystemen ebenso wie die Verzahnung mit anderen Klassifikationssystemen.

Änderungsvorschläge zum G-DRG-System und zum PEPP-Entgeltsystem nimmt das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) entgegen.