Landesbasisfallwerte

Übersicht 2016

Bild: DRG-Erlöse der Krankenhäuser 2016 nach Bundesländern

Die Erlöse der somatischen Krankenhäuser aus den Fallpauschalen steigen 2016 auf 67,9 Milliarden Euro. Das sind fast drei Milliarden Euro oder 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Am stärksten steigen die Erlöse in Hamburg (+ 6,9 Prozent) und Berlin (+ 5,5 Prozent), am geringsten in Sachsen-Anhalt (+ 2,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (+ 2,5 Prozent).

Die Preise für Krankenhausleitungen wachsen im Durchschnitt um 2,4 Prozent. In zwölf Bundesländern liegt der landesweite Preis bei 3.278,19 Euro und entspricht damit der unteren Korridorgrenze des diesjährigen Bundesbasisfallwerts. In vier Ländern vereinbarten die Krankenkassen und Krankenhäuser einen höheren Landesbasisfallwert: in Baden-Württemberg sind das 3.287,21 Euro, in Bayern 3.312 Euro und im Saarland 3.348,43 Euro. Mit 3.465,02 Euro überschreitet der Preis in Rheinland-Pfalz sogar die obere Korridorgrenze des Bundesbasisfallwerts, die 2016 bei 3.394,77 Euro liegt.

Die mit den Krankenkassen vereinbarte Leistungsmenge nimmt mit 1,8 Prozent wieder stärker zu. 2015 lag das Plus noch bei 1,2 und 2014 bei 0,7 Prozent.

Übersicht Landesbasisfallwerte 2016
Stand: 15.07.16

Übersicht Landesbasisfallwerte 2016
Stand: 15.07.16

  • Landesbasisfallwerte der Vorjahre

    Die Landesbasisfallwerte 2006 bis 2015 sind im Archiv zu finden.
  • Was sind Landesbasisfallwerte?

    Seit 2010 gelten in einem Bundesland einheitliche Preise für stationäre Leistungen, die sogenannten Landesbasisfallwerte (LBFW). Die Höhe des LBFW verhandeln die Landesverbände der Krankenkassen und die Landeskrankenhausgesellschaften jedes Jahr auf Grundlage des jeweiligen Bundesbasisfallwertes.

    Die bundesweit unterschiedlichen Landesbasisfallwerte werden schrittweise an einen einheitlichen Basisfallwertkorridor angeglichen, dessen Grenzen derzeit bei +2,5 Prozent und -1,02 Prozent um einen einheitlichen Bundesbasisfallwert (BBFW) liegen. Dabei wird in den Landesbasisfallwert-Verhandlungen ein Angleichungsbetrag bestimmt, um den der verhandelte Wert zu erhöhen oder zu vermindern ist. Grundlage für die Verhandlungen ist der Paragraf 10 des Krankenhausentgeltgesetzes, KHEntgG.