Investitionsfinanzierung

Katalog der Investitionsbewertungsrelationen

Der Katalog der Investitionsbewertungsrelationen für 2016 liegt vor. Er zeigt den leistungsbezogenen Investitionsbedarf für die unterschiedlichen Fallpauschalen auf und dient dazu, die Investitionsmittel der Bundesländer besser an die Krankenhäuser zu verteilen. Ob und wie sie das Instrument nutzen, bleibt den Bundesländern überlassen. Bisher wendet nur das Land Berlin die Investitionsbewertungen an.

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) erstellt den Katalog der Investitionsbewertungsrelationen jährlich auf der Grundlage des jeweils aktuellen DRG-Kataloges und weist darin zu jeder DRG ein fallbezogenes und ein verweildauerbezogenes Relativgewicht aus. 

Investitionsbewertungsrelationen: Instrument zur Mittelverteilung

Mit dem Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) von 2009 hat der Gesetzgeber die Investitionsfinanzierung reformiert. So ist für Plankrankenhäuser eine Förderung in Form von leistungsorientierten Investitionspauschalen seit 2012 möglich. Für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser gibt es eine solche Förderung seit 2014. 

Der pauschalierte Investitionsbedarf wird mithilfe von bundeseinheitlichen Investitionsbewertungsrelationen abgebildet. Die Bundesländer legen den Investitionspreis durch einen landesindividuellen Investitionsfallwert fest. Wie im DRG-System kann sich damit die Förderhöhe für eine Leistung aus dem Investitionsrelativgewicht multipliziert mit dem Investitionspreis ergeben.

Unterschiedliche Entwicklung je nach Bundesland

Investitionsfinanzierung Krankenhäuser

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Der Krankenhäuser in Deutschland benötigen in diesem Jahr bundesweit rund sechs Milliarden Euro an Investitionsmitteln. Das ergibt sich aus dem Katalog der Investitionsbewertungsrelationen 2016. Gerade einmal die Hälfte wird derzeit von den Bundesländern gedeckt. Im Jahr 2014 gaben die Länder rund 2,78 Milliarden Euro für die Krankenhausförderung aus. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist jedoch unterschiedlich. 

Hintergrund
Um die Krankenhäuser wirtschaftlich zu sichern, sieht das Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) von 1972 eine duale Finanzierung vor. Danach übernehmen die Krankenkassen die laufenden Betriebskosten der Krankenhäuser. Für die Investitionen sind die Bundesländer zuständig. Zu den Investitionen zählen unter anderem die Kosten für Baumaßnahmen und die Anschaffung von Großgeräten. Das Fördervolumen bestimmt jedes Land selbst. Es gibt zwei Arten der Investitionsförderung: die sogenannte Einzelförderung auf Antrag und die Pauschalförderung, die sich in den meisten Fällen auf die Bettenzahl bezieht. Mit den Mitteln der Pauschalförderung kann das Krankenhaus im Rahmen der Zweckbindung frei wirtschaften. Diese Investitionsförderung erhalten Plankrankenhäuser, also Kliniken, die in den Krankenhausplan eines Landes aufgenommen sind. Für die Einzelförderung ist darüber hinaus erforderlich, dass die betreffende Maßnahme im Investitionsprogramm des jeweiligen Landes enthalten ist.