Verträge und Preisvereinbarungen

Verträge und Preisvereinbarungen bieten Krankenkassen die Möglichkeit, eine wirksame und wirtschaftliche Versorgung ihrer Versicherten mit Hilfsmitteln sicherzustellen. Grundlage ist dabei die Berücksichtigung der geltenden Hilfsmittel-Richtlinien. Mit maßgeblichen Berufsverbänden und auch anderen Zusammenschlüssen von Hilfsmittelanbietern hat die AOK Rahmenverträge abgeschlossen. Hilfsmittelanbieter, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, können diesen Verträgen beitreten und werden so Vertragspartner der AOK. 

Verträge und Preisvereinbarungen werden in der Regel auf regionaler Ebene geschlossen. Über die Regionalauswahl gelangen Sie direkt zu den gewünschten Vertragsinformationen:

Bundesweite Vereinbarungen

Für die folgenden Bereiche existieren bundesweite Rahmenverträge:

  • Pflegehilfsmittel und Hausnotruf

    Neben Hilfsmitteln, die Versicherte wegen ihrer Krankheit oder Behinderung von den Krankenkassen erhalten, haben Pflegebedürftige, die zu Hause leben, einen Anspruch auf sogenannte Pflegehilfsmittel. Sie dienen dazu, die Pflege zu erleichtern, die Beschwerden von Pflegebedürftigen zu lindern und ihnen eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen.

    Seit dem 1. Januar 2015 zahlt die Pflegeversicherung bis zu 40 Euro im Monat für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, etwa Einmalhandschuhe oder Mundschutz.

    Die kassenübergreifenden Verträge zur Versorgung mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln und Hausnotrufsystemen schließt der GKV-Spitzenverband auf Bundesebene ab. Weitere Informationen und Unterlagen gibt es auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes. Dort können Leistungserbringer ihre Verträge auch online ändern oder neuen Verträgen beitreten. Einzelheiten zur Versorgung mit Hilfsmitteln, die sowohl der Krankheitsbehandlung als auch der Pflege dienen können (doppelfunktionale Hilfsmittel), legt der GKV-Spitzenverband in den entsprechenden Richtlinien fest.
  • Versorgung von Versicherten mit Hörgeräten

    Die Versorgung der Versicherten mit Hilfsmitteln wird regelhaft in regionalen Verträgen nach § 127 SGB V geregelt. Im Gesundheitshandwerk der Hörgeräteakustiker existiert nur eine Bundesinnung, Landesinnungen wurden nicht gegründet. Zudem sind viele Leistungserbringer überregional tätig.

    Für die Hörgeräteversorgung hat der AOK-Bundesverband im Auftrag seiner Gesellschafter Verträge mit bundesweit tätigen Anbietern geschlossen, denen interessierte und geeignete Leistungserbringer zu gleichen Konditionen beitreten können. Die Verträge sind auf den Regionalseiten der beteiligten AOK hinterlegt, das Beitrittsverfahren wird von der für den Betriebssitz des Leistungserbringers zuständigen AOK abgewickelt.
  • Versorgung von Versicherten mit Sehhilfen

    Die in Paragraf 33 Abs. 2 SGB V geregelten Ausnahmefälle für die Versorgung mit Sehhilfen wurden im April 2017 durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) erweitert. Im Auftrag seiner Gesellschafter hat der AOK-Bundesverband einen Vertrag über die augenoptische Versorgung mit dem Zentralverband der Augenoptiker abgeschlossen, dem interessierte und geeignete Leistungserbringer zu gleichen Konditionen beitreten können. Der Vertrag ist auf den Regionalseiten der beteiligten AOK hinterlegt, das Beitrittsverfahren wird von der für den Betriebssitz des Leistungserbringers zuständigen AOK abgewickelt.