Zulassung als Heilmittelerbringer

Nur zugelassene Anbieter dürfen Heilmittelleistungen wie physikalische Therapie, Sprachtherapie, Ergotherapie oder podologische Therapie mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen. Dafür müssen Heilmittelanbieter bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die im § 124 SGB V geregelt sind:

Die Anbieter müssen die für die Heilmittelleistung erforderliche Ausbildung besitzen ebenso wie die Erlaubnis, die entsprechende Berufsbezeichnung zu führen. Sie müssen die geltenden Vereinbarungen für die Versorgung der Versicherten anerkennen. Darüber hinaus muss die Praxisausstattung eine zweckmäßige und wirtschaftliche Leistungserbringung gewährleisten.

Gleichzeitig brauchen Heilmittelanbieter ein Institutionskennzeichen, damit sie ihre Leistungen mit den Kostenträgern abrechnen können.

Zulassung auf Landesebene

Die Zulassung selbst erteilen die Landesverbände der Krankenkassen. Sie kann widerrufen werden, wenn der Leistungserbringer die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt.

Mit der Regionalauswahl gelangt man direkt zu den Zulassungsinformationen der Landesverbände.

Zulassungsempfehlungen des GKV-Spitzenverbandes

Der GKV-Spitzenverband gibt Zulassungsempfehlungen ab und sorgt so dafür, dass bundesweit einheitliche Bedingungen angewendet werden. Diese bundesweiten Zulassungsempfehlungen sollen gleichzeitig eine qualitätsgesicherte Versorgung mit Heilmitteln gewährleisten, die dem allgemeinen Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht.

Zulassungsempfehlungen GKV-Spitzenverband
Stand: 07.03.16

Zulassungsvoraussetzungen für die einzelnen Berufe

Die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes enthalten neben allgemeinen Voraussetzungen die konkreten Zulassungsvoraussetzungen für die folgenden Heilberufe.

Die aktuelle Fassung vom 7. März 2016 konkretisiert außerdem Regelungen zur Weiterqualifikation von akademisch ausgebildeten Stimm-, Sprech- und Sprachtherapeuten. Die Weiterqualifikationen von Stimm-, Sprech- und Sprachtherapeuten mit Bachelor- oder Masterabschluss werden von einem Expertengremium beim MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen) bewertet. Dies passiert nach den gleichen Maßstäben wie bei der Bewertung der Bachelor- und Masterstudiengängen selbst. Gegebenenfalls werden diese Bewertungen der Weiterqualifikationen zukünftig in einer neuen Anlage zu den Empfehlungen gelistet.