Heilmittel-Richtlinie

Die Heilmittel-Richtlinie regelt die Verordnung von Heilmitteln im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat in der neuen Heilmittel-Richtlinie die Diagnoseliste für einen langfristigen Heilmittelbedarf (Paragraf 8a) um Lymphödeme des Statiums II ergänzt. Demnach entfällt seit dem 30. Mai 2017 das entsprechende Antrags- und Genehmigungsverfahren. Seit August 2016 ist zudem die Verordnung von Heilmitteln im Rahmen des Entlassmanagements durch Krankenhäuser (Neufassung des Paragrafen 16a) möglich: Auch Klinikärzte können nun in begrenztem Umfang Heilmittel verordnen. 

Die Richtlinie definiert  die Grundlagen der Versorgung mit Heilmitteln für Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung. Sie ist sowohl für die Vertragsärzte, die Krankenkassen, Leistungserbringer als auch für Versicherte verbindlich. Ein (zweiter) Teil der Richtlinie enthält den Katalog verordnungsfähiger Heilmittel samt ihrer Zuordnung zu Indikationen. Die Entscheidung über die Aufnahme von Heilmitteln in den Katalog liegt beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA).

Heilmittel-Richtlinie
in der Fassung vom 20. Januar 2011 mit Änderungen vom 16. März 2017, in Kraft seit 30. Mai 2017; komplett mit Anlagen 1 und 2 sowie Teil II

Nicht verordnungsfähige Heilmittel
Anlage 1 zur Heilmittel-Richtlinie
gültig seit: 30.05.17

Diagnoseliste zum langfristigen Heilmittelbedarf
Anlage 2 zur Heilmittel-Richtlinie
gültig seit: 30.05.17

Heilmittel-Katalog
Zuordnung der Heilmittel zu Indikationen (zweiter Teil der Heilmittel-Richtlinie)

GBA-Patienteninformation: Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs

Genehmigung von Heilmittelverordnungen seit dem 1. Januar 2017
Übersicht über die Vorlage- und Genehmigungspflicht von Heilmittelverordnungen des GKV-SV
Ergänzende Darstellung zur GBA-Patienteninformation: Genehmigung eines langfristigen Heilmittelbedarfs