Ernährungstherapie

Ab 1. Januar 2018 können Patienten mit seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen und Mukoviszidose eine Ernährungstherapie verordnet bekommen. Ziel ist es, Fehlernährung, Mangelversorgung und Stoffwechselentgleisungen zu verhindern, abzumildern und zu behandeln, um so schwere geistige und körperliche Behinderungen der Patienten zu vermeiden.

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Wer darf die Ernährungstherapie anbieten?

Fachkräfte mit einem anerkannten Berufs- oder Studienabschluss im Bereich Ernährung wie Diätassistenten, Ökotrophologen und Ernährungswissenschaftler dürfen diese Therapie anbieten und durchführen, wenn Sie weitere spezielle Fachkenntnisse und Therapieerfahrung nachweisen können.

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Inhalte der Ernährungstherapie

Die Ernährungstherapie umfasst die Information, Beratung und Schulung der Patienten und/oder seiner relevanten Bezugspersonen. Eine gesonderte Beratung der relevanten Bezugspersonen ist insbesondere bei solchen Patienten möglich, bei denen sie überwiegend für die Nahrungszubereitung beziehungsweise Nahrungszufuhr/Fütterung verantwortlich sind (zum Beispiel Kinder oder Pflegebedürftige).

Die Maßnahmen der Ernährungstherapie werden mit dem Ziel angewendet, das Selbst- und Krankheitsmanagement von Patienten und ihrer relevanten Bezugspersonen zu verbessern, damit sie an individuellen Problemlagen und Ressourcen orientiert, alltagspraktische Handlungskompetenzen erwerben und anwenden können. Hierzu gehören auch die ernährungstherapeutische Anleitung der Patienten zur eigenverantwortlichen gesundheitsgerechten Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen im häuslichen und sozialen Umfeld sowie die Einweisung und Beratung indikationsspezifischer Koch-und Küchentechniken und praktische Hinweise zur Umsetzung der individuellen Diät.

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