Früherkennung bei Kindern

Die Richtlinie über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres regelt die Details zu den entsprechenden ärztlichen Untersuchungen.

Im Rahmen der sogenannten U1 bis U9 sollen Krankheiten und Auffälligkeiten im Verhalten frühzeitig erkannt werden, damit eine möglichst frühzeitige Behandlung eingeleitet werden kann. Das Ziel ist, Kindern eine normale Entwicklung zu ermöglichen. Mit der Neustrukturierung im Jahr 2015 wurde die Kinder-Richtlinie um bestimmte Untersuchungsinhalte und um ein dreistufiges Screening auf Mukoviszidose ergänzt. Anfang 2017 ist ein Pulsoxymetrie-Screening zur Früherkennung kritischer angeborener Herzfehler hinzugekommen.

Mit der aktuellen Richtlinien-Fassung werden stärker als bisher psychosoziale Faktoren der kindlichen Entwicklung in den Blick genommen: Dabei stehen neben der Sozialanamnese und einer entwicklungsorientierten ärztlichen Aufklärung und Beratung auch die Interaktion des Kindes mit primären Bezugspersonen im Fokus; ebenso werden kognitive Aspekte sowie die soziale und emotionale Kompetenz untersucht.

Kinderuntersuchungsheft

Im Kinderuntersuchungsheft halten Ärzten das genaue Datum und die Ergebnisse aller U-Untersuchungen fest. Die Eltern unterstützt das sogenannte "Gelbe Heft" bei der Vorbereitung auf die jeweilige Früherkennungsuntersuchung mit Informationen über die altersentsprechenden Untersuchungsinhalte.

Der GBA hat das "Gelbe Heft" in Englisch übersetzen lassen. Damit können fremdsprachige Eltern oder andere Personen besser nachvollziehen, welche Untersuchungen vorgesehen sind. Offizielles Dokument bleibt aber das deutsche "Gelbe Heft". Ärzte dokumentieren auch künftig die Früherkennungsuntersuchungen nur einmal in der deutschen Fassung.

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