Chroniker-Richtlinie an aktuelle Gesetzgebung angepasst

(13.04.18) Chronisch Kranke müssen sich künftig kein therapiegerechtes Verhalten mehr bescheinigen lassen, um ihren Anspruch auf eine abgesenkte Belastungsgrenze für Zuzahlungen zu behalten. Die entsprechende Änderung der Chroniker-Richtlinie ist Anfang März in Kraft getreten und setzt somit die Vorgaben aus dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz und dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) um.

Demnach ist eine Krankheit schwerwiegend chronisch, wenn sie wenigstens ein Jahr lang bestand und mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde. Des Weiteren muss eine Pflegebedürftigkeit ab dem Pflegegrad 3 vorliegen.

Hintergrund Zuzahlung

Die Summe aller jährlichen Zuzahlungen wird durch die individuelle Belastungsgrenze in Höhe von zwei Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens begrenzt. Für chronisch Kranke gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine reduzierte Belastungsgrenze von einem Prozent.

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