1. Dezember: Welt-Aidstag

Aids-Schleife

(01.12.17) 36,7 Millionen Menschen haben laut UNAIDS, dem Aidsprogramm der Vereinten Nationen, im Jahr 2016 weltweit mit HIV gelebt. Zwar sinkt die Zahl der Neuinfektionen, dennoch kamen im Jahr 2016 weltweit 1,8 Millionen hinzu. 1 Millionen Menschen sind 2016 an Aids gestorben. 

UNAIDS zufolge sei ein Ende von Aids als globaler Epidemie möglich. Dazu müssten Patienten frühzeitig mit antiretrovialen Medikamenten behandelt werden. Laut UNAIDS stieg die Zahl der antiretrovial behandelten Patienten von 2,2 Millionen im Jahr 2005 auf 19,5 Millionen im Jahr 2016.

HIV-Meldedaten für Deutschland:

Dem Robert Koch Institut (RKI) zufolge haben sich in Deutschland 2016 etwa 3.100 Menschen neu mit HIV infiziert, die Zahl ist gegenüber den Vorjahren unverändert. Für das Jahr 2016 schätzte das RKI die Gesamtzahl der in Deutschland mit einer HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung lebenden Menschen auf etwa 88.400. Diese Zahl steigt seit Mitte der 1990er-Jahre, da Menschen mit einer HIV-Infektion aufgrund der medikamentösen Therapiemöglichkeiten immer länger leben und die Sterblichkeit deutlich verringert ist. Die Todesfälle lagen laut RKI im Jahr 2016 bei etwa 460 Fällen.

Um gegen ein schleichendes Vergessen und Verharmlosen der Epidemie anzukämpfen organisieren die Vereinten Nationen (UNAIDS) den Welt-Aidstag. Seit 1988 wird er jährlich am 1. Dezember begangen. Zentrale Ziele sind: Aufklärung, Schutz und Solidarität.

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