28. Oktober: Welt-Poliotag

Impfen - Kind beim Arzt

(25.10.17) In Deutschland gilt die sogenannte Kinderlähmung (Poliomyelitis) zwar aufgrund der entsprechenden Impfungen als ausgerottet. Doch Gesundheitsexperten warnen vor einer aufkommenden Impfmüdigkeit. Denn während in Europa die Zahl der gegen Polio geimpften Menschen immer mehr abnimmt, ist das Virus in Afrika und Asien weiter verbreitet. Aufgrund der gestiegenen Mobilität weltweit ist ein Impfschutz auch in Deutschland weiterhin sinnvoll.

Für die regulären Polio-Schutzimpfungen in Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut veröffentlicht einmal jährlich Impfempfehlungen. Die AOK informiert ihre Versicherten über weitere empfehlenswerte Impfungen.

Weltweite Polio-Kampagne zeigt Wirkung

Der Welt-Polio-Tag fällt auf den Geburtstag des US-amerikanischen Bakteriologen Jonas Salk, des Entdeckers des Polio-Impfstoffes. Mit den inaktivierten Polio-Vakzine (IPV) gab es ab 1955 erstmals die Möglichkeit des spezifischen individuellen Schutzes gegen Poliomyelitis.

Seit 1988 konnte das Auftreten von Polio durch die weltweite Polio-Kampagne von Unicef, der Weltgesundheitsorganisation und Rotary International um 99 Prozent verringert werden.

Damals gab es noch 125 Länder mit jährlich 350.000 Neuinfektionen - seitdem ist die Zahl der jährlichen Neuinfektionen auf weniger als 100 gesunken. Nur noch in zwei Ländern - Afghanistan und Pakistan - ist die Bevölkerung akut von Polio-Viren bedroht.

Ziel des Welt-Polio-Tages ist, die Bevölkerung zu Auffrischungs-Impfungen zu motivieren, um eine Rückkehr der nahezu ausgerotteten Krankheit zu verhindern. Ansprechpartner in Deutschland sind das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen sowie der Bundesverband Polio.

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