Elektronische Gesundheitskarten der ersten Generation verlieren ihre Gültigkeit

(04.10.17) Elektronische Gesundheitskarten (eGK) der ersten Generation, sogenannte G1-Karten können seit 1. Oktober 2017 nicht mehr in das Praxisverwaltungssystem eingelesen werden. Weiterhin gültig sind Karten der Generationen G1plus und G2.

Die Betreibergesellschaft gematik hatte den alten G1-Karten zum 30. Juni 2017 die Zulassung entzogen. Nach einem Update der Verwaltungssysteme zum 1. Oktober sind diese alten Karten nicht mehr nutzbar, unabhängig vom aufgedruckten Gültigkeitsdatum. Die AOK hatte an ihre Versicherten keine G1-Karten ausgegeben. AOK-Versicherte haben entweder eine G1plus-Karte oder eine G2-Karte erhalten.

Ungültig angezeigte Karte – was tun?

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung empfiehlt, alle Karten weiter wie gewohnt einzulesen. Optisch sind G1- und G1plus-Karten nicht zu unterscheiden. Sie tragen beide in der oberen rechten Ecke den Aufdruck "G1". Falls gültige G1plus-Karten abgelehnt werden, kann auch ein Softwareproblem des Praxisverwaltungssystems vorliegen. In diesem Fall kommt das Ersatzverfahren zum Einsatz.

Im Ersatzverfahren werden die Daten des Versicherten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Krankenkasse, Versichertenart, Postleitzahl und wenn möglich Versichertennummer) händisch in die Praxisverwaltungssoftware eingepflegt oder aus den Stammdaten übernommen.

Der Patient bestätigt durch seine Unterschrift auf dem Abrechnungsschein (Vordruck 5), dass er bei der genannten Kasse versichert ist.