Crystal Meth: Neue S3-Leitlinie hilft Ärzten bei der Behandlung von Abhängigen

(21.12.16) Welche Anzeichen deuten auf eine Crystal-Meth-Abhängigkeit hin? Welche Therapien sind wirksam, welche ungeeignet? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die erste S3-Leitlinie zur Behandlung von Methamphetamin-bezogenen Störungen. Ziel der Leitlinie ist es, die Versorgung der Betroffenen zu verbessern und Ärzten und Therapeuten mehr Handlungssicherheit zu geben.

Erstmals evidenzbasierte Empfehlungen

Bisher stützte sich die Behandlung von Crystal-Meth-Abhängigen vor allem auf Erfahrungsberichte und Therapien, die auch bei anderen Suchterkrankungen angewendet werden. Mit der neuen Leitlinie liegen jetzt erstmals evidenzbasierte Empfehlungen vor, die die spezifischen Eigenschaften von Methamphetamin hinsichtlich Wirkung, Symptomatik und der Entwicklung einer Abhängigkeit berücksichtigen. Die Empfehlungen beziehen sich insbesondere auf die Akut- und Postakutbehandlung sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen und speziellen Patientengruppen wie Schwangeren.

Die Leitlinie haben Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin erarbeitet. Die Bundesdrogenbeauftragte und das Bundesgesundheitsministerium haben das Projekt gefördert.