Arzneimittelrabattverträge

Zusätzlich zu den bundesweit geltenden Arzneimittel-Rabattverträgen haben einige AOKs regionale Verträge mit Herstellern abgeschlossen. Bitte wählen Sie deshalb die gewünschte Region aus. Sie erhalten in der jeweiligen Datenbank alle Angaben, die für die jeweilige AOK gelten.

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17. Tranche der AOK-Arzneimittelrabattverträge in Kraft

Zum 1. Oktober 2016 sind neue AOK-Arzneimittelrabattverträge in Kraft getreten. Die Verträge der 17. Tranche ersetzen die Kontrakte der Ende September ausgelaufenen 13. Tranche. Die Versorgungsverträge für 54 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen laufen bis zum 30. September 2018. Den Zuschlag erhielten 34 Pharmaunternehmen und Bietergemeinschaften.

Zu den umsatzstärksten Medikamenten in dieser Tranche zählen das Diabetespräparat Metformin und der Blutdrucksenker Metoprolol. Insgesamt deckt die 17. Tranche Arzneimittel mit einem AOK-Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euro ab. 

Außerdem ist die Ausschreibung für die 18. Tranche gestartet. Diese umfasst 109 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. Dabei geht es im Wesentlichen um Anschlussverträge für die Ende Mai 2017 auslaufenden Kontrakte der Tranche XIV mit besonders umsatzstarken Präparaten wie Omeprazol (Magensäurehemmer), Simvastatin (Cholesterinsenker) oder Ibuprofen (Schmerzmittel). Erstmals ausgeschrieben werden zudem etwa das Antibiotikum Linezolid oder das Osteoporosemittel Paricalcitol. Die Angebotsfrist endet am 31. Oktober 2016. Die Verträge sollen vom 1. Juni 2017 bis 31. Mai 2019 laufen.

Bereits am 1. April 2016 starteten zwei neue Tranchen der AOK-Arzneimittelrabattverträge für Generika. Diese Verträge laufen über zwei Jahre bis zum 31. März 2018.

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.10.2016 bis 30.09.2018
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIV bis XVII

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 01.04.2016 bis 31.03.2018
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XIII bis XVI

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2015 bis 2017
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen XII bis XIV

AOK-Arzneimittelrabattverträge - Übersicht 2014 bis 2016
Zuschläge, Vertragspartner und Wirkstoffe der Vertragstranchen VIII bis XII

  • Archiv: Informationen zu den nicht mehr gültigen Vertragstranchen

    Übersichten über die nicht mehr gültigen Vertragstranchen sowie alle bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge seit 2007:

    zur Archivseite
  • Häufig gestellte Fragen zu den Rabattverträgen (FAQ)

    Warum gibt es Arzneimittelrabattverträge? Für welche Medikamente gibt es Rabattverträge? Muss der Arzt ein Rabattarzneimittel verordnen? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Interessierte jetzt in der PDF-Übersicht "Erfolgsmodell AOK-Arzneimittelrabattverträge", die hier zum Herunterladen bereitsteht:

    FAQ zu den Rabattverträgen
    PDF, Stand: 1. Oktober 2016
  • Ausschreibungsverfahren der AOK

    Die AOK schreibt die Arzneimittelrabattverträge regional aus. Bis einschließlich der fünften Tranche gab es fünf Gebietslose. Für die sechste Vertragstranche wurden erstmals sieben Gebietslose gebildet. Für die siebte und achte Tranche gibt es acht Gebietslose. Je Wirkstoff und Gebietslos erhält ein Hersteller exklusiv den Zuschlag.

    Das AOK-Ausschreibunsgverfahren hat sich als besonders mittelstandsfreundlich erwiesen. Kleine und mittlere Unternehmen haben gute Chancen auf einen regionalen Zuschlag und erhalten Planungssicherheit über die gesamte Vertragslaufzeit.

    Die AOK-Gemeinschaft ist Vorreiter bei der europaweiten Ausschreibung der Rabattverträge für Generika. Sie hat ihr Verfahren vor den Vergabekammern und Sozialgerichten erfolgreich gegen teils erheblichen Widerstand einzelner Pharmaunternehmen durchgesetzt.

    Zuletzt hat der zuständige Senat des Oberlandesgerichtes Düsseldorf das AOK-Ausschreibungsverfahren bestätigt. Die Entscheidung des obersten zuständigen Zivilgerichtes Anfang Mai 2011 war besonders wichtig, weil nach einer Gesetzesänderung seit Januar 2011 nicht mehr die Sozialgerichte, sondern die Zivilgerichte für einzelne Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaherstellern und anderen Leistungserbringern zuständig sind.

    Übersicht der Ausschreibungsregionen

  • Patienteninformation zu den Arzneimittelrabattverträgen

    Die Rabattverträge ermöglichen Einsparungen ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung. Insbesondere für chronisch Kranke sorgen die AOK-Rabattverträge für mehr Kontinuität in der Medikamentenversorgung. Eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK belegt, dass 80 Prozent der AOK-Versicherten dauerhaft ein Medikament erhalten - zehn Prozent mehr als vor Einführung der Rabattverträge. Dadurch nimmt die Therapietreue zu.

    Mehr dazu steht in den Patienteninformationen zum Thema, die außerdem auf Englisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch und Arabisch veröffentlicht ist:

    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Stand: 2016)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Arabisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Englisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Russisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Spanisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Türkisch)
    Infoblatt Rabattverträge (PDF, Vietnamesisch)
  • Hintergrund zu den Rabattverträgen und zur Mehrkostenregelung

    Seit April 2007 müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes (Generika-Substitution) die Arzneimittelrabattverträge einer Krankenkasse beachten. Verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und überlässt die Auswahl des Mittels der Apotheke (Aut-idem-Regelung), gibt der Apotheker vorrangig ein Mittel ab, für das die Krankenkasse des Patienten eine Rabattregelung mit dem Hersteller vereinbart hat (§ 129, Abs. 1 in Verbindung mit § 130 a, Abs. 8 SGB V).

    Seit Januar 2011 besteht für Versicherte die Möglichkeit, dass sie statt des vom Apotheker eigentlich abzugebenden Arzneimittels ein anderes geeignetes Medikament bekommen. Diese Alternative ist mit zusätzlichen Kosten für den Versicherten verbunden. Einen medizinischen Zusatznutzen gibt es allerdings nicht. Die AOK rät deshalb von dieser überflüssigen Alternative ab.

    Weitere Informationen zur Mehrkostenregelung (PDF)