Zuschläge für die 19. Tranche der AOK-Arzneimittelrabattverträge vergeben

Logo Arzneimittelrabattverträge  (11.10.17)

(11.10.17) Die AOK-Gemeinschaft hat die Zuschläge für die 19. Tranche der bundesweiten Arzneimittelrabattverträge erteilt. Die Vertragslaufzeit beginnt am 1. April 2018 und endet am 31. März 2020. Die neue Tranche beinhaltet 119 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen (120 Fachlose) mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro (Apothekenverkaufspreis).

Insgesamt haben 46 pharmazeutische Unternehmen oder Bietergemeinschaften Zuschläge erhalten, darunter mit der Holsten Pharma GmbH und der Stragen Pharma GmbH erneut "Newcomer". 

Die neuen Verträge lösen die AOK-Tranchen 15 und 16 ab, die Ende März 2018 auslaufen. Runde 19 beinhaltet darüber hinaus zehn Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, die erstmals ausgeschrieben wurden. Darunter befinden sich mehrere Präparate gegen Bluthochdruck und zur Behandlung von HIV-Infektionen, zur Vorbeugung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie und zur medikamentösen Therapie bei Depressionen.

Einschließlich der im Mehrpartnerverfahren vergebenen Produkte wurden über die Gesamtheit der sieben Ausschreibungsregionen mehr als 1.300 Zuschläge erteilt. Zu den besonders umsatzstarken Produkten der neuen Tranche gehören der Magensäurehemmer Pantoprazol und das Schmerzmittel Metamizol.

Aktuell laufen vier AOK-Vertragstranchen für insgesamt 276 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von insgesamt rund 5,2 Milliarden Euro. Die Verträge decken rund zwei Drittel des Generikamarktes ab und umfassen alle markt- und ausgabenrelevanten Wirkstoffe.

2016 haben die gesetzlichen Krankenkassen durch Verträge mit Pharmaunternehmen rund 3,85 Milliarden Euro weniger für Medikamente ausgeben müssen. Im ersten Halbjahr 2017 sind die Rabatterlöse laut Bundesgesundheitsministerium um rund 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen - auf rund 1,95 Milliarden Euro.

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