Informationen zur Entwicklung der Arzneimittelausgaben
(07.04.12) Die durchschnittlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel und Impfstoffe lagen im März um 2,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Veränderungen bewegten sich in den KV-Regionen zwischen - 6,9 Prozent (Thüringen) und + 10,0 Prozent (Nordrhein).
Die reinen Arzneimittelausgaben stiegen um 3,1 Prozent gegenüber dem März 2011. Dagegen nahmen die Ausgaben für Impfstoffe um knapp fünf Prozent ab.
Übersicht der regionalen Entwicklung im März 2012
Die Rahmenvorgabe für die Arzneimittelausgaben, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband für 2012 gesetzt haben, sehen eine Steigerung des Ausgabevolumens um 2,4 Prozent vor. Für das 1. Quartal 2012 lag die Steigerungsrate bei 4,3 Prozent,
2012: 4,7 Mrd. Euro (+ 5,18 %)
- Januar 2012: 2,4 Mrd. (+ 5,36 %) Regionale Ausgaben nach KVen
- Februar 2012: 2,3 Mrd. (+ 5,2 %) Regionale Ausgaben nach KVen
- März 2012: 2,5 Mrd. (+ 2,6 %) Regionale Ausgaben nach KVen
Die monatlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel beruhen auf den "Frühinformationen zur Ausgabenentwicklung" des Deutschen Apothekerverbandes (DAV).
Die monatlichen Frühinformationen des DAV werden auf der Grundlage des Apotheken-Abgabenpreises errechnet. Nicht berücksichtigt sind die Einsparungen der GKV durch Rabattverträge nach § 130a Abs. 8 SGB V, die inzwischen alle gesetzlichen Krankenkassen mit Herstellern geschlossen haben.
Für 2011 und 2012 gilt laut Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) ein Apothekenabschlag von 2,05 Euro. Da es im vergangenen Jahr keine Veränderungen in den gesetzlichen Abschlägen gegeben hat, lassen sich die Ausgaben wieder direkt mit den Vorjahremonaten vergleichen.
Seit Februar 2008 weisen die DAV-Daten Ausgaben für Arzneimittel und Impfstoffe getrennt aus. In dieser Darstellung sind die Zahlen für Arzneimittel und Impfstoffe nach wie vor zusammengefasst. Nicht enthalten sind weiterhin die Ausgaben für Arznei- und Verbandmittel von Sonstigen. Die Frühinformationen weichen deshalb ab vom offiziellen GKV-Jahresabschluss.
In Klammern: Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat
