Mehr als 3.800 Medikamente ohne Zuzahlung

Mehr als 3.800 Medikamente ohne Zuzahlung

(15.06.16) Für mehr als 3.800 Arzneimittel müssen gesetzlich Versicherte zurzeit keine Zuzahlung leisten. Der Beitrag zum rezeptpflichtigen Medikament kann entfallen, wenn der Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen. Die Liste enthält Generika ebenso wie patentgeschützte Wirkstoffe. ...->

Psychoaktive Stoffe auf dem Vormarsch: Bundesregierung will sogenannte „Legal Highs“ bekämpfen

Psychoaktive Stoffe auf dem Vormarsch: Bundesregierung will sogenannte „Legal Highs“ bekämpfen

Foto: Jugendliche nimmt Designerdroge

(06.06.16) Mehr als 100 psychoaktive Substanzen kamen in Europa allein 2014 auf den Markt. Zur Bekämpfung ihrer Verbreitung hat die Bundesregierung jetzt einen Gesetzentwurf vorgelegt. Der Kabinettsbeschluss stellt nahezu jeglichen Umgang mit Stoffen, die Amphetaminen oder Cannabis ähneln, unter Strafe. Um den schnellen Entwicklungszyklen neuer Rauschmittel zu begegnen, verbietet das Gesetz gleich ganze Wirkstoffgruppen. ...->

Medikationsplan: Drei Viertel der über 75-jährigen AOK-Versicherten haben Anspruch

Medikationsplan: Drei Viertel der über 75-jährigen AOK-Versicherten haben Anspruch

Foto: Medikamenteneinnahme im Alter

(30.05.16) Drei von vier AOK-Versicherten über 75 Jahre haben ab Oktober 2016 Anspruch auf den neu eingeführten Medikationsplan. Nach Schätzungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) nehmen ältere Versicherte mit Anspruch auf einen Medikationsplan im Durchschnitt fünf verschiedene Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen ein. Nahezu 7,5 Millionen Versicherte können demnach die Erstellung und Pflege der Übersichtstabelle einfordern. ...->

Länderkammer billigt das Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen

Länderkammer billigt das Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen

(25.05.16) Auch der Bundesrat hat das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen passieren lassen. Angehörige von Heilberufen machen sich künftig strafbar, wenn sie beim Bezug oder bei der Verordnung von Arznei, Hilfs- und Heilmitteln oder Medizinprodukten Vorteile für sich selbst oder für Dritte erlangen. Gleichwohl wies die Länderkammer in ihrer Entschließung auf verbliebene Gesetzeslücken hin: So ziele das Gesetz nur auf Wettbewerbs-, nicht aber auf Patientenschutz; zudem fielen Apotheker aus dem tatsächlichen Anwendungsbereich heraus. ...->

Zuschläge für die 17. Tranche der AOK-Arzneimittelrabattverträge

Zuschläge für die 17. Tranche der AOK-Arzneimittelrabattverträge

(20.05.16) Die AOK-Gemeinschaft hat am 20. Mai 2016 die Zuschläge für die 17. Tranche der bundesweit gültigen Arzneimittelrabattverträge erteilt. Diese Tranche umfasst Zuschläge für 53 Fachlose und löst die Verträge der 13. Tranche ab. Die Verträge mit insgesamt 30 Partnerunternehmen starten am 1. Oktober 2016 und laufen über zwei Jahre. ...->

pharmPRO: Wertvoller Wissensaustausch

pharmPRO: Wertvoller Wissensaustausch

(20.05.16) Immer neue Präparate, immer neue Regeln - bei der Verordnung von Arzneimitteln auf dem aktuellsten Stand zu bleiben ist eine Herausforderung. Die AOK bietet mit der Software pharmPRO individuelle und pharmaunabhängige Arzneimittelberatung an. Das Angebot stellt Ärzten zahlreiche Analysemöglichkeiten zur Verfügung, von Fragen der Arzneimittelsicherheit bis hin zur Unterstützung des fachübergreifenden Medikationsmanagements. Durchgeführt wird die Beratung von fachkundigen Beratungsapothekern. ...->

Aut-idem: Liste der Austauschverbote erweitert

Aut-idem: Liste der Austauschverbote erweitert

Foto: Apothekerin bei der Medikamentenauswahl

(26.04.16) Bestimmte Antiepileptika und ein Wirkstoff zur Hemmung der Blutgerinnung dürfen künftig von der Apotheke nicht mehr gegen wirkstoffgleiche Präparate ausgetauscht werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat Arzneimittel dieser Wirkstoffgruppen von der Aut-idem-Regelung bei der Abgabe von Arzneimitteln ausgenommen, der Austausch stark wirksamer Opioidanalgetika wurde eingeschränkt. ...->

EMA prüft Hepatitis C-Medikamente

EMA prüft Hepatitis C-Medikamente

(21.04.16) Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat mit der Prüfung der neuen Hepatitis-C-Medikamente begonnen. Die direkt antiviral wirksamen Arzneimittel stehen im Verdacht, zur Reaktivierung einer latenten Hepatitis B zu führen. Darüber hinaus untersucht der Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC) der EMA, ob die Behandlung mit entsprechenden Medikamenten die Entwicklung von Leberkrebs fördern könnte. ...->

Pharmadialog: Im Ergebnis viele Fragen offen

Pharmadialog: Im Ergebnis viele Fragen offen

Foto: Verschiedene Arzneimittel

(15.04.16) Politik und Pharmaunternehmen haben sich darauf verständigt, den Umsatz bei neuen hochpreisigen Arzneimitteln im ersten Jahr nach Markteintritt zu begrenzen. Das teilte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am vergangenen Dienstag (12. April 2016) in Berlin mit. Zum Abschluss des Pharmadialogs zwischen Bundesregierung und Pharmaindustrie kündigte Gröhe die Einführung einer Umsatzschwelle an. ...->

Befristete Beschlüsse mit Auflagen für Orphan Drugs

Befristete Beschlüsse mit Auflagen für Orphan Drugs

(31.03.16) Der GBA hat drei Nutzenbewertungsbeschlüsse in Bezug auf Arzneimittel zur Behandlung seltener Krankheiten befristet und mit Auflagen versehen: Das Gremium stufte den Zusatznutzen der Wirkstoffe Sebelipase alfa, Asfotase alfa und Idebenon aufgrund der schwachen Evidenz als nicht quantifizierbar ein. Der GBA erteilte deshalb die Auflage, dass Behandlungsdaten aus Deutschland möglichst vollständig zu erheben und vorzulegen sind. ...->

Kabinett beschließt Neuregelung klinischer Prüfungen

Kabinett beschließt Neuregelung klinischer Prüfungen

Foto: Apothekerin bei der Arbeit

(11.03.16) Das Bundeskabinett hat den Entwurf für eine Novellierung des Arzneimittelgesetzes beschlossen. Die vierte AMG-Novelle schafft in erster Linie den rechtlichen Rahmen für die Beschleunigung und Vereinheitlichung länderübergreifender Arzneimittelstudien in der Europäischen Union. Darüber hinaus stärkt sie den Patientenschutz. Die Novelle dient der Umsetzung einer entsprechenden EU-Verordnung. ...->

Neue Arzneimittelpatente treiben die Preise

Neue Arzneimittelpatente treiben die Preise

(10.03.16) Fünfzehnmal teurer als der Durchschnitt aller Arzneimittel: So hoch lag der mittlere Verkaufspreis aller in den letzten 36 Monaten neu eingeführten Arzneimittel im patentgeschützten Markt im Januar 2016. Diese Zahl ermittelte das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) in seinem aktuellen Preisindex für Arzneimittel. Der durchschnittliche Packungspreis patentgeschützter Neueinführungen lag vor zwei Jahren noch bei 2.751,16 Euro. Bis Januar 2016 hatte er um mehr als 1.250 Euro pro Packung zugelegt. ...->

EU: Besserer Schutz gegen gefälschte Medikamente

EU: Besserer Schutz gegen gefälschte Medikamente

(22.02.16) Eine aktuelle Versordnung der Europäischen Kommission gibt detaillierte Sicherheitsmerkmale für Medikamentenverpackungen vor. Sie ergänzt die entsprechende EU-Richtlinie über die Sicherheit von Arzneimitteln und muss nicht mehr in nationales Recht umgesetzt werden. ...->

Neue Leitlinie Demenzen: Psychosoziale Intervention genauso wirksam wie Medikamente

Neue Leitlinie Demenzen: Psychosoziale Intervention genauso wirksam wie Medikamente

(16.02.16) Kognitive Stimulation, ergotherapeutische Maßnahmen und körperliche Aktivitäten können bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Demenz zum Erhalt von Alltagskompetenzen beitragen. Das betonen die Autoren der neuen "Leitlinie Demenzen 2016". Durch Medikamente lässt sich die Krankheit weiterhin kaum beeinflussen, die aktuelle Studienlage lässt jedoch einen gezielteren Einsatz wirksamer Arzneimittel zu. ...->

Nur wenige Orphan-Drugs sind nützlich

Nur wenige Orphan-Drugs sind nützlich

Foto: Apothekerin mit Verordnung

(16.02.16) Nur wenige Arzneimittel gegen seltene Krankheiten entsprechen den Erwartungen an ihren Zusatznutzen. Zu diesem Ergebnis kommt der GKV-Spitzenverband in seiner Untersuchung der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von 2011 bis Mitte Dezember 2015. Für 47 Prozent, also etwa die Hälfte der Patientengruppen, stellt der GBA lediglich einen "nicht quantifizierbaren Zusatznutzen" fest. ...->