Informationen zum Programm careplus

careplus ist ein Programm der integrierten Versorgung gemäß § 92 b SGB XI in Verbindung mit § 140 a SGB V. Die Vertragspartner wie zum Beispiel die Pflegeeinrichtungen und Kostenträger wollen in Berlin und Brandenburg durch den Aufbau einer spezifizierten, kooperativen und aufeinander abgestimmten medizinischen Versorgungsform die Versorgungs- und Lebensqualität der in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 71 Abs. 2 SGB XI lebenden Bewohner verbessern.

Es soll daher ein bewohner- beziehungsweise patientenorientiertes und gegenüber den bisherigen Strukturen qualitativ verbessertes Versorgungsangebot geschaffen werden, das durch Einbindung von geeigneten Leistungserbringern insbesondere eine zusätzliche ärztliche sowie die medizinisch-therapeutische Versorgung direkt in der Pflegeeinrichtung beinhaltet.

Die Einbindung der interessierten Ärzte und Therapeuten geschieht durch die Träger der Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es unter anderem, Leistungen gemäß SGB V (ärztliche und medizinisch-therapeutische Leistungen) und Leistungen gemäß SGB XI (Pflegeleistungen) optimal aufeinander abzustimmen.

Mit dem Versorgungsansatz wird an die Rahmenvereinbarung zur ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Betreuung Schwerstkranker in stationären Pflegeeinrichtungen - das sogenannte "Berliner Projekt - Die Pflege mit dem Plus" - angeknüpft und der dort enthaltene qualitativ hochwertige Versorgungsansatz weiterentwickelt. Die notwendigen Prozesse werden zum Wohl der Versicherten effizient eng aufeinander abgestimmt und die Leistungen unter Ausschöpfung von Wirtschaftlichkeitspotenzialen erbracht. Unnötige und für Pflegeheimbewohner belastende Krankenhauseinweisungen und Fahrten zum Arzt sollen so weit wie möglich vermieden werden.

An der integrierten Versorgung careplus sind seitens der Kostenträger die AOK Nordost - Die Gesundheitskasse, die IKK Brandenburg und Berlin, die Bahn-BKK, die Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) und die BKK Verkehrsbau Union beteiligt.

Kurzpräsentation zum Careplus-Programm


 

20. Schnittstellenseminar zum Thema Gewalt in der Pflege am 16.05.2018

Unter dem Themenkomplex "Gewalt in der Pflege" wird sowohl die Problematik "Gewalt gegen Patienten/Bewohner" als auch die "Gewalt gegen Mitarbeiter/Betreuer" betrachtet.  

So sind Pflegekräfte bei der Ausübung ihres Berufes immer wieder übergriffigem Verhalten durch Bewohner und Patienten ausgesetzt. Dieses reicht von distanzlosen Handlungen und Beleidigungen bis hin zu körperlichen Übergriffen. Der präventive Aspekt von Gewalt steht mit entsprechenden Praxishinweisen für die Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Pflegebedürftige aber auch Pflegende können gewaltsam handeln. Gewalt gegen Pflegebedürftige spiegelt sich am Häufigsten durch verbale Übergriffe und Vernachlässigung wieder. Dabei sind Pflegebedürftige, die sich oft schlecht wehren oder nur schwer mitteilen können, besonders verletzlich. Hiervor müssen sie wirksam geschützt werden. Aber auch der Gewalt zwischen Pflegebedürftigen, zum Beispiel in Form von aggressivem Verhalten oder Ausgrenzung, muss wirkungsvoll begegnet werden. Vielfach geschieht diese Gewalt ohne Vorsatz. Dabei können die Folgen für Betroffene jedoch gravierend sein.

Im 20. Schnittstellenseminar wird das Thema "Gewalt in der Pflege" aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet. Die Referenten informieren zu den unterschiedlichen Formen der Gewalt sowie deren Umgang und Vermeidung.

Das 20. Schnittstellenseminar findet am

Mittwoch, den 16.05.2018 statt.

Veranstaltungsort ist die

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
Lazarus Haus Berlin, Wohnen & Pflegen in Berlin
Bernauer Straße 115 - 118
13355 Berlin

Programm, Anmeldeformular und Lageplan für das 20. Schnittstellenseminar

Beitrag über careplus im AOK-Gesundheitsmagazin (Ausgabe Februar 2011)